Polizei-Nachrichten für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 12.08.2016

Frontalzusammenstoß zwischen Pkw und Holzlaster – 22-Jähriger verstorben

RÖLLBACH, LKR. MILTENBERG. Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Holzlaster am Freitagnachmittag ist ein junger Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere Verkehrsteilnehmer, die mit ihm in einem Opel gesessen hatten, wurden schwer verletzt. Zur Klärung des Unfallhergangs ist neben der Obernburger Polizei auch ein Sachverständiger vor Ort.

Der 20-jährige Fahrer eines Opel Vectra war gegen 13:50 Uhr auf der Mönchberger Straße außerorts von Röllbach in Fahrtrichtung Mönchberg unterwegs. Mit ihm befanden sich zwei Beifahrer im Pkw. Aus bislang noch unklarer Ursache geriet das Fahrzeug nach einer Rechtskurve ins Schleudern. Der Fahrer verlor die Kontrolle über den Pkw und geriet in den Gegenverkehr. Dort prallte sein Wagen mit dem rechten Heck in die Front eines entgegenkommenden Holzlasters. Die drei Insassen des Opels wurden allesamt im Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Für einen der jungen Männer kam jede Hilfe zu spät. Der 22 Jahre alte Beifahrer verstarb noch an der Unfallstelle. Die beiden schwer verletzten Insassen des Vectra wurden mit Hubschrauber und Rettungswagen in naheliegende Klinken gebracht. Der Fahrer des Lkws überstand den Unfall unverletzt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde ein Sachverständiger zur Unfallstelle beordert. Dort unterstützt er zur Stunde die Beamten der Obernburger Polizei. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Mönchberg, Röllbach und Großheubach waren ebenfalls in den Einsatz mit eingebunden. Die Röllbacher Straße muss voraussichtlich noch bis etwa 17.00 Uhr gesperrt bleiben (Stand 16.05 Uhr).

Mehrere Enkeltrickversuche – Polizei sofort verständigt – Tatverdächtige festgenommen – Zeugen gesucht

ELTMANN, LKR. HASSBERGE UND SCHWEINFURT. Wieder einmal haben dreiste Trickbetrüger in Unterfranken versucht, Seniorinnen um Ihr Erspartes zu bringen. Glücklicherweise ließen sich am Donnerstag und Freitagvormittag die älteren Damen nicht täuschen. Die Kripo Schweinfurt bittet um Zeugenhinweise auf verdächtige Pkw. Einen Fahndungserfolg können die Ermittler verbuchen. Am Freitagvormittag nahmen sie eine Tatverdächtige fest.

Im Laufe des Donnerstags, gegen 11:15 Uhr und 12:55 Uhr, wurde bei zwei älteren Damen aus Eltmann und aus dem dazugehörigen Ortsteil Roßstadt versucht, mit einer fadenscheinigen Geschichte Geld zu erbeuten. Den Schilderungen beider Seniorinnen zufolge, gaben sich ominöse Telefonanruferinnen als Familienangehörige aus und forderten Geld um eine vermeintliche Wohnung in Bamberg kaufen zu können. Beide Rentnerinnen reagierten richtig, indem sie den Anruf beendeten und sich umgehend bei der Polizei meldeten. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.

Auch am Freitagvormittag versuchten die dreisten Betrüger u.a. im Schweinfurter Stadtteil Bergl Rentnerinnen zu täuschen. Nachdem die Polizei rasch über Notruf verständigt worden war, konnten die Ermittler eine 20-jährige mutmaßliche Geldabholerin vorläufig festnehmen. Die Ermittlungen dauern an. In diesem Zusammenhang könnten Fahrzeuge mit der amtlichen Zulassung aus dem Raum Mannheim eine Rolle gespielt haben. Wem derartige Fahrzeuge oder andere verdächtige Personen aufgefallen sind, wird gebeten, sich unter 09721 / 202-1731 zu melden.

Die Unterfränkische Polizei rät zu besonderer Vorsicht und gibt folgende Hinweise:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Festbesucher bedroht Sicherheitsdienstmitarbeiter – Polizei gibt Warnschuss ab – 28-Jähriger von Polizei festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg

MARKTHEIDENFELD, LRK. MAIN-SPESSART. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat ein 28-Jähriger einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Volksfestes mit einem Messer bedroht und Pfefferspray gegen ihn eingesetzt. Anschließend flüchtete er und konnte von der Polizei wenig später gestellt werden. Im Rahmen der Festnahme setzte eine Polizistin einen Warnschuss ab. Den 28-Jährigen, der die Nacht in der Arrestzelle verbringen musste, erwartet nun ein Strafverfahren.

Ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Main-Spessart hatte am Donnerstagabend um 23.30 Uhr durch das Sicherheitspersonal der Laurenzi-Messe ein Hausverbot erhalten und war vom Festgelände verwiesen worden. Um 01.00 Uhr war der junge Mann erneut zum Festplatz gekommen und im Bereich des Weindorfes mit einer Frau in Streit geraten. Als Mitarbeiter der Sicherheitsfirma den Konflikt schlichten wollten, reagierte der junge Mann darauf sofort mit aggressivem Verhalten. Schließlich zog er dem Sachstand nach aus seinem Hosenbund ein Messer und bedrohte damit die Ordnungskräfte. Der alkoholisierte Tatverdächtige setzte zudem das Pfefferspray gegen einen Sicherheitsmitarbeiter ein und verletzte ihn dabei leicht im Augenbereich.

Anschließend lief der 28-Jährige mit dem Messer in der Hand auf dem Festgelände umher, während der Sicherheitsdienst ihn verfolgte. Als der Beschuldigte sich gerade auf den Ausgang des Geländes zu bewegte, kamen verständigte Einsatzkräfte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg und der Polizeiinspektion Marktheidenfeld hinzu. Einer der Beamten setzte zum Versuch an, den Mann festzunehmen und brachte ihn zu Fall. Der Tatverdächtige setzte seine Flucht jedoch nach dem kurzen Sturz fort und rannte in Richtung Hauptausgang.

Die Beamten forderten den Mann mehrfach auf, stehen zu bleiben und das Messer fallen zu lassen. Als er sich auf eine das Festgelände verlassende Personengruppe zu bewegte, setzte eine Beamtin einen angekündigten Warnschuss in die Luft ab. Der Tatverdächtige flüchtete in Richtung Düsseldorfer Straße und konnte dort schließlich durch mehrere Streifenbesatzungen gestellt werden. Erst nach mehrmaliger Aufforderung ließ er das Messer und Pfefferspray fallen.

In diesem Moment rannte ein 22-Jähriger herbei und stürzte sich auf den Beschuldigten. Die Beamten setzten gegen die beiden Männer Pfefferspray ein und nahmen den 28-jährigen Tatverdächtigen fest. Wie sich im Nachgang heraus stellte, hatte der unbeteiligte 22 Jahre alte Mann die Polizei mit seiner unnötigen und für seine Person auch nicht ganz ungefährlichen Aktion offenbar unterstützen wollen. Die beiden Männer wurden durch das Pfefferspray leicht verletzt.

Bei dem Tatverdächtigen, der sich der Festnahme widersetzen wollte und sich gegen die Maßnahme wehrte, wurde bei einer Durchsuchung ein zweites Messer sichergestellt. Der Beschuldigte musste die Beamten zur Dienststelle begleiten und dort eine von der Staatsanwaltschaft Würzburg angeordnete Blutentnahme über sich ergehen lassen, ein Atemalkoholtest ergab zuvor ein Ergebnis von 1,4 Promille. Der 28-Jährige musste die Nacht in der Arrestzelle verbringen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der Mann am Freitagmittag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Sachbearbeitung übernahm noch in der Nacht die Würzburger Kriminalpolizei. In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg werden nun unter anderem Ermittlungen wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung geführt.

Audiodatei

Einbrecher in Firmengebäude – Tresor angegangen – hochwertige Werkzeuge gestohlen – Zeugen gesucht

WÖRTH A.MAIN, LKR. MILTENBERG. In der Nacht zum Freitag haben sich Unbekannte gewaltsam Zutritt zu einem Firmengebäude in der Presentstraße verschafft. Unter anderem brachen sie einen Tresor auf und entwendeten mehrere hochwertige Werkzeuge. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise von Zeugen.

In der Zeit von Donnerstagabend, 20.00 Uhr, bis Freitagmorgen, 05.50 Uhr, drangen die Einbrecher über eine Seitentüre in das Firmengebäude ein. Darin brachen sie mehrere Werkschränke und Büroschränke auf und durchsuchten diese. Außerdem durchbrachen sie eine Wand brachial und hebelten einen Tresor auf.

Letztlich türmten die Einbrecher mit einigen hundert Euro Bargeld und hochwertigen Werkzeugen im Wert von mehreren tausend Euro. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 2.500 Euro.

Die Obernburger Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Bei der Aufklärung des Falles bitten die Beamten auch um Hinweise aus der Bevölkerung.

Wem in der Nacht in der Presenstraße verdächtige Fahrzeuge oder Personen – ggf. auch Geräusche oder Lichtschein – aufgefallen sind, wird gebeten, sich unter Tel. 06022/6290 zu melden.

Inwiefern auch ein zeitgleich geschehener Diebstahl zweier Verbindungskabel zwischen einem in der Presentstraße abgestellten Lkw und einem Anhänger auch auf das Konto der Einbrecher gehen, ist derzeit unklar. Die Polizei bedankt sich dennoch für jeden Hinweis auch in diesem Zusammenhang.

Nach Gefährlicher Körperverletzung – Drei Tatverdächtige ermittelt – 18-Jähriger in Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 12.08.2016

SCHWEINFURT / INNENSTADT. Nach einer größeren Auseinandersetzung in der Gutermann-Promenade in der letzten Woche konnten nun alle drei Tatverdächtigen von der Schweinfurter Polizei ermittelt werden. Der Haupttäter wurde gestern dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt, der einen Haftbefehl erlassen hat.

Wie bereits berichtet, geriet ein 19-Jähriger mit einer dreiköpfigen Personengruppe in Streit und wurde von diesen in der Folge mit Schlägen traktiert und leicht verletzt. Auch ein zu Hilfe eilender 17-jähriger Bekannter des Opfers wurde hierbei leicht verletzt. Die Tatverdächtigen konnten unmittelbar nach der Tat flüchten.

Die umfangreichen Ermittlungen der Polizeiinspektion Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt führten nun zur Identifizierung von drei Tatverdächtigen. Es handelt sich hierbei um drei Heranwachsende im Alter von 18 bis 20 Jahren.

Der 18-jährige Tatverdächtige, welcher sich im Laufe der Ermittlungen als Haupttäter herauskristallisierte, ist bereits im Monat Mai im Bereich Schweinfurt an einer körperlichen Auseinandersetzung mit mehreren Personen beteiligt gewesen. Bei dieser wurde ein 17-Jähriger durch eine Gruppe von fünf jungen Männern mit Schlägen und Tritten traktiert, glücklicherweise jedoch nur leicht verletzt.

Der 18-Jährige wurde am Donnerstagvormittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt. Dieser erließ auf Grund der beiden Vorfälle Haftbefehl wegen Gefährlicher Körperverletzung und der Heranwachsende wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Verkehrsunfall auf der A3 – Wohnwagen völlig zerstört – Vollsperrung Richtung Süden

ROHRBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 ist am Donnerstagnachmittag ein Wohnwagen völlig zerstört worden. Wegen eines Trümmerfeldes auf der Fahrbahn war die Autobahn in Richtung Süden zeitweise komplett gesperrt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Unfall
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Kurz nach 14.00 Uhr hat sich der Verkehrsunfall in Fahrtrichtung Nürnberg, zwischen den Anschlussstellen Rohrbrunn und Marktheidenfeld, ereignet. Dem Sachstand nach wechselte ein mit zwei Personen besetzter Audi vom linken auf den rechten Fahrstreifen. Offenbar übersah der Fahrer dabei einen Volvo mit Wohnanhänger, der rechts neben ihm fuhr. Der Pkw prallte daraufhin gegen das Heck des Wohnwagens, woraufhin der Fahrer des holländischen Gespanns die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, ins Schleudern geriet und dabei links gegen einen VW-Transporter stieß.

Die beiden Insassen im Audi, die vierköpfige Familie im Volvo und der Fahrer des VW-Transporters kamen allesamt mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Insbesondere der Wohnanhänger wurde bei dem Verkehrsunfall stark beschädigt. Trümmerteile waren etwa 60 Meter weit quer über die Fahrbahn verteilt. Alle beteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Gesamtschadenshöhe schätzt die Polizei auf etwa 50.000 Euro.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach. Im Einsatz befanden sich zudem die Freiwilligen Feuerwehren aus Weibersbrunn und Waldaschaff.

Während der erforderlichen Bergungs- und Aufräumarbeiten war die Autobahn in Richtung Süden zeitweise komplett gesperrt. Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und einem kilometerlangen Rückstau. Zur Stunde (16.00 Uhr) wird der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

PP Unterfranken