▷ Harte Wochen / Kommentar von Friedrich Roeingh zum Lockdown


03.01.2021 – 18:21

Allgemeine Zeitung Mainz

MainzMainz (ots)

Nein, eine Aufhebung des aktuellen Lockdowns ist leider nicht in Sicht. Dafür sind die Kliniken fast bundesweit zu sehr am Anschlag. Dafür ist die Zahl der Neuinfektionen noch nicht hinreichend gesenkt worden. Und die Frage, ob Weihnachten und Silvester nicht sogar einen leichten Rückschlag in der so mühsamen Bekämpfung der Pandemie ausgelöst haben, wird schließlich erst Mitte Januar beantwortet. So langsam wird fast allen klar, dass uns die eigentliche Bewährungsprobe der Corona-Pandemie in den kommenden Wochen, ja Monaten erst bevorsteht. Noch einmal zu früh lockern, ist jedenfalls keine Strategie. Das ewige Rauf- und Runterfahren verursacht mehr Schaden, als es nützt. Die Erkenntnis lautet, dass die Zahlen erst auf breiter Fläche noch deutlich weiter runter müssen, bevor es eine Perspektive auf dann nachhaltige Lockerungen gibt. Womit sich die Frage stellt, ob sich die Politik nicht sogar noch zu bundesweiten nächtlichen Ausgangs- und Reisebeschränkungen durchringen muss, um endlich zu schnelleren Erfolgen zu kommen. Pandemieverordnungen haben schließlich grundsätzlich den Sinn, allen Bürgern notwendige Beschränkungen aufzuerlegen, statt allein auf die Einsicht einer (nicht ausreichenden) Mehrheit zu setzen. Im Gegenzug sollte vor allem Kita-Kindern, Grundschülern und deren Eltern eine möglichst rasche Rückkehrperspektive aufgezeigt werden. Das Allerwichtigste in dieser festgefahrenen Situation ist aber: Deutschland oder die EU müssen so schnell wie möglich den Astrazeneca-Impfstoff zulassen, der von jedem Hausarzt verimpft werden kann. Vorher wird es keine nachhaltige Entspannung geben.

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