▷ Hasserfüllt / Kommentar von Michael Klein über das Ende der Präsidentschaft Trumps


19.01.2021 – 18:14

Allgemeine Zeitung Mainz

Mainz (ots)

An diesen US-Präsidenten werden wir uns noch lange erinnern. Es sind die Bilder, die im Gedächtnis bleiben: die von gewalttätigen Horden seiner Fans, die Büros von Abgeordneten verwüsten, während diese sich vor dem Mob in Sicherheit bringen. Und dazu das hasserfüllte Gesicht Donald Trumps, der am Ende seiner Präsidentschaft die Massen abermals anstachelt – wie in den vier Jahren zuvor. Trump bleibt sich bis zuletzt treu. Obwohl seine Präsidentschaft ab Mittwoch (traurige) Geschichte ist, sucht er bis zur letzten Minute den Konflikt mit seinem Nachfolger Joe Biden. Mitten in der Hochphase der Corona-Pandemie hebt er sinnvolle Reisebeschränkungen auf, begnadigt Kriminelle, die ihm stets zu Diensten waren. Er tut alles, um Biden den Start in die Präsidentschaft so schwer wie möglich zu machen. Es ist die aus verlorenen Kriegen bekannte Politik der verbrannten Erde – voller Hass und ohne Rücksicht auf Verluste. Aber Trump sollte sich nicht täuschen. Joe Biden weiß um die Macht der Bilder. Was für ein Kontrast war am Tag des Sturms auf das Kapitol das Bild des künftigen Präsidenten mit geschlossenen Augen und gefalteten Händen. Es sind (wieder) ganz andere Gesten als die der vergangenen vier Jahre, die künftig das Bild Amerikas bestimmen werden. Die radikalsten Trump-Anhänger werden sich davon nicht beirren lassen. Aber es gibt auch die Moderaten, die Trump bislang gutgläubig vertrauten. Sie werden erkennen, dass Trump nie einer der ihren war, als der er sich verkauft hat. Und dass Biden, der Versöhner, nicht der Böse ist.

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