▷ Kampf gegen das Coronavirus


28.03.2021 – 20:55

Neue Westfälische (Bielefeld)

Bielefeld (ots)

Kampf gegen das Coronavirus¶

Dritte Welle brechen¶

Jörg Rinne¶

Nur wenige Tage nach der letzten Bund-Länder-Runde mit ihren dürftigen Ergebnissen dreht sich die Stimmung in der Politik. Die Forderungen nach einem harten Lockdown und nach einem neuen Corona-Gipfel werden lauter.

Denn es sind beunruhigende Sätze, die uns aus Berlin erreichen. Kanzleramtsminister Helge Braun – promovierter Arzt übrigens – warnt vor einem Auftauchen impfresistenter Coronavirus-Mutanten und sieht das Land in der gefährlichsten Phase der Pandemie. Seine Befürchtung: Wenn jetzt parallel zum Impfen die Infektionszahlen wieder rasant steigen, wächst die Gefahr, dass die nächste Virus-Mutation immun wird gegen den Impfstoff. Die Folge: Wir bräuchten neue Impfstoffe und müssten dann mit der Immunisierung wieder ganz von vorne beginnen.

Dabei sehnen sich die Menschen nach einem weitgehend normalen Sommer. Die Warnungen, diese Chance nicht dadurch zu gefährden, dass jetzt ein paar Wochen zu früh Lockerungsmaßnahmen in Gang gesetzt werden, sind deutlich zu vernehmen – auch aus der Wirtschaft. So spricht sich Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf klar für einen harten Lockdown aus. Es müsse endlich aufhören, dass jede Kommune ihren eigenen Sonderweg gehen könne. Seine Forderung: Lieber noch mal zehn Tage bundesweit in einen harten Lockdown gehen und danach überall öffnen zu können, anstatt über Monate keine klaren Strukturen zu haben. Und Wolf hat auch einen Adressaten für seinen Klartext: die Ministerpräsidentenrunde. Deren Beschlüsse gingen seit Monaten völlig an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen und Betriebe vorbei. Kein Wunder also, dass auch in Ostwestfalen-Lippe große Unternehmen das Heft des Handelns in die eigene Hand nehmen und sich auf umfassende Impfungen ihrer Mitarbeiter vorbereiten.

Immerhin rechnet das Bundeskanzleramt damit, dass die entlastende Wirkung durch das Impfen und durch den Beginn der warmen Jahreszeit im Mai spürbar sein werde. Reisen könnte demnach im August wieder möglich sein. In den vergangenen Monaten hatten Bund und Länder allerdings Hoffnungen vieler Menschen auf Urlaubsreisen zu Weihnachten und Silvester sowie zu Ostern enttäuscht.

Der Druck auf die zögerliche Politik ist immens. Es ist jetzt die Aufgabe von Kanzleramt und Ministerpräsidenten alles zu unternehmen, um die dritte Welle zusammen mit einer aufgeklärten Bevölkerung zu brechen. Weiteres Abwarten ist nicht nur fahrlässig, sondern gefährlich.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell



Original Quelle der Pressemitteilung

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*