▷ Kartellamt ermittelt gegen Hersteller von beliebtem Schulranzen Ergobag – Verdacht der …


10.06.2020 – 18:40

Kölner Stadt-Anzeiger

Köln (ots)

Das Bundeskartellamt ermittelt gegen das Kölner Rucksack-Unternehmen Fond Of. Es besteht der Verdacht der Preisabsprache zwischen dem Hersteller der beliebten Schulranzen-Marke Ergobag und mehreren Händlern, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe) berichtet. Auf Anfrage der Zeitung räumte Fond Of die Vorwürfe ein. Man werde mit dem Kartellamt „eng und in voller Transparenz“ zusammenarbeiten. „In unseren stürmischen Anfangsjahren als Start-up haben wir Fehler in der Kommunikation mit unseren Fachhändlern gemacht“, schreibt das Unternehmen weiter. Am 31. Januar durchsuchten Mitarbeiter laut Angaben des Kartellamtes die Firmenzentrale in Köln und beschlagnahmten Handys, Unterlagen und Speichermedien. Auch die Büros von zwei Händlern wurden dem Vernehmen nach durchsucht. Fond Of, im Jahr 2010 unter dem Namen Ergobag in Köln gegründet, soll schon seit seinen Anfängen Preisabsprachen mit seinen Händlern getroffen haben. Dabei soll dem Vernehmen nach auch Druck auf den Einzelhandel ausgeübt worden sein, damit die Preisvorstellungen des Unternehmen nicht unterlaufen wurden.

In einem nach den Durchsuchungen verbreiteten internen Schreiben an die Fond-Of-Mitarbeiter vom 4. Februar, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt, heißt es: „Wir dürfen in keiner Weise Einfluss auf die Preissetzung des Handels nehmen.“ Und weiter: „Insbesondere dürfen keine Anreize (z. B. Vergünstigungen) gesetzt oder Druck/Drohungen (z. B. verspätete Lieferung, Lieferverweigerung) ausgeübt werden, um ein bestimmtes Preisniveau durchzusetzen.“ Den Mitarbeitern wird darüber hinaus empfohlen, sich bei Händlerbeschwerden an die Rechtsabteilung zu wenden. Das Unternehmen stellt klar, dass, wer im Vertrieb weiterhin versuche, Einfluss auf den Handel zu nehmen, mit einer fristlosen Kündigung zu rechnen habe. Fond Of hat rund 300 Angestellte und macht mehr als 70 Millionen Euro Umsatz.

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