▷ Neue Geschäfte gesucht / Kommentar von Christian Latz zu Kongresse in Berlin


28.02.2021 – 19:36

BERLINER MORGENPOST

Berlin (ots)

Kurzform: Berlin wird sich umstellen müssen. Hotels etwa brauchen neue Ideen, was auf ihren Bettenetagen passieren soll, wenn dauerhaft weniger Geschäftsreisende buchen. Aber auch der Senat ist gefragt, alternative Konzepte für die Hauptstadtwirtschaft zu entwickeln. Ein wichtiger Schritt ist es gewesen, Berlin als Wissenschaftsmetropole und Gesundheitsstandort zu positionieren. Das zeigt sich nicht nur jetzt in der Corona-Pandemie. Berlin als Hauptstadt mit Köpfchen, als „Brain City“: Mit Konzepten dieser Art kann die Stadt auch in eine Zukunft nach der Krise starten.

Der vollständige Kommentar: Ein Jahr ist es her, dass die Internationale Tourismus-Börse (ITB) als erste Großveranstaltung in Berlin wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Es folgten viele weitere Messen, die nicht oder nicht wie geplant stattfinden konnten. Heute ist klar: Das Messe- und Kongressgeschäft wird in seiner früheren Form wohl nicht wieder zurückkehren. Denn die weltweite Seuche hat zu einem ungeahnten Digitalisierungsschub geführt. Konferenzen und Verhandlungen finden plötzlich fast wie selbstverständlich per Videochat statt. Auch wenn das Reisen hoffentlich in naher Zukunft wieder ohne Einschränkungen möglich ist, wird diese Entwicklung bleiben. Gerade Unternehmen haben in der Krise gemerkt, wie gut sich persönliche Meetings und der Besuch von Konferenzen digital ersetzen lassen. Diesen Kostenvorteil werden die Controlling-Abteilungen in vielen Fällen nicht mehr aufgeben wollen.

Für Berlin bedeutet das ein Problem. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren hervorragend vom Messe- und Kongressgeschäft gelebt. Gut besuchte Veranstaltungen halfen nicht nur der Messe Berlin, sondern spülten auch Geld in die Kassen von Hotels, Gastronomie oder Taxibetrieben. Zumindest ein Teil davon wird nicht zurückkehren.

Berlin wird sich also umstellen müssen. Hotels etwa brauchen neue Ideen, was auf ihren Bettenetagen passieren soll, wenn dauerhaft weniger Geschäftsreisende buchen. Aber auch der Senat ist gefragt, alternative Konzepte für die Hauptstadtwirtschaft zu entwickeln. Ein wichtiger Schritt ist es gewesen, Berlin als Wissenschaftsmetropole und Gesundheitsstandort zu positionieren. Das zeigt sich nicht nur jetzt in der Corona-Pandemie. Berlin als Hauptstadt mit Köpfchen, als „Brain City“: Mit Konzepten dieser Art kann die Stadt auch in eine Zukunft nach der Krise starten.

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