▷ Testen muss kinderleicht sein – Kommentar von Thomas Schubert


08.03.2021 – 19:02

BERLINER MORGENPOST

Berlin (ots)

Corona-Tests auf Verlangen, für jedermann, kostenlos und wann man will: Letzteres ist allerdings schon wieder ein Problem. Denn die Öffnungszeiten der neu eröffneten Schnelltestzentren überschneiden sich zumeist mit jenen Tagesabschnitten, in denen der Großteil der Bevölkerung sein Geld verdient. Und so manche der bislang eröffneten 16 Zentren befinden sich abseits der großen Verkehrsknoten.

Am Eröffnungstag war es auch nicht gesichert, dass man dann den nötigen QR-Code angezeigt bekommt anstatt einer Fehlermeldung. Aber all das muss sich verbessern, damit das Projekt Schnelltestzentren als der Durchbruch begriffen wird, der es ist.

Das Abprüfen einer Corona-Infektion sollte in die Lebenswirklichkeit der Berliner passen wie der Gang zum Späti und der Kauf eines Heißgetränks to go. Schließlich wird es künftig ja so sein, dass man einen Besuch beim Friseur oder im Restaurant mit einem tagesaktuellen Schnelltest absichert.

Aber wie soll das gehen, wenn keine Sicherheit besteht, im richtigen Moment das Anmelde-Zeitfenster im Testzentrum vor Ort zu erwischen? Es ist gut möglich, dass mit Eröffnung weiterer Teststellen in Apotheken auch die bürokratische Unsicherheit schwindet, nicht nur die pandemische. Und dass Selbsttests vom Discounter auch die letzte Angebotslücke schließen.

Der Senat muss dafür sorgen, dass wöchentliche Abstriche jedem Berliner helfen, dem Virus seine größte Tücke zu nehmen: Unser Unwissen darüber, wo es sich asymptomatische Träger sucht. Und irgendwann auf Menschen überspringt, die es schwer erkranken lässt oder tötet.

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