▷ Zentralkomitee der deutschen Katholiken: Oster-Gottesdienste nicht vergleichbar mit …


03.04.2021 – 01:00

Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots)

Zentralkomitee der deutschen Katholiken: Oster-Gottesdienste nicht vergleichbar mit Fußballspiel

Präsident Thomas Sternberg verteidigt Präsenzgottesdienste: Kirchen „keine Hotspots“

Osnabrück. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, verteidigt das Recht, an Ostern Präsenzgottesdienste zu feiern. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Sternberg: „Es fliegen gerade Hunderte Flugzeuge nach Mallorca, in denen Leute dicht nebeneinandersitzen. Gleichzeitig sind die katholischen und evangelischen Gottesdienste keine Hotspots. Da verstehe ich nicht, warum sie mit strengen Regeln und großen Abständen nicht möglich sein sollen.“ Das Osterfest sei keines, das nur digital oder in der Aufzeichnung stattfinde – es finde in Liturgien statt, in den wichtigsten Liturgien der Christenheit. „Wir reden hier ja nicht über ein Fußballspiel oder ein Volksfest. Es geht darum, warum es diese vier Tage zwischen Gründonnerstag und Ostern gibt.“

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ZdK-Präsident Sternberg beklagt: Kirchen kommen in der Pandemie nicht vor

„Habe die große Befürchtung, dass wir mittlerweile als Sondergruppen ohne Bedeutung für die Allgemeinheit wahrgenommen werden“

Osnabrück. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) moniert im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass die christlichen Kirchen zu ethischen Fragen mit Blick auf die Pandemie nicht gehört würden. Thomas Sternberg sagte: „In all den Tagesschau- und Heute-Sondersendungen fragt man zwar Virologen, Physiker, Soziologen – aber nicht die Kirchen. Traut man uns da keine wichtige Position zu?“ Die Kirchen hätten sich zwar auf vielen Ebenen geäußert, kämen aber nicht vor. „Ich habe die große Befürchtung, dass wir mittlerweile als Sondergruppen ohne Bedeutung für die Allgemeinheit wahrgenommen werden.“ Sternberg fügte hinzu, er glaube, die Kirche müsse über den Synodalen Weg für Reformen werben und für eine offene Kirche.

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Zentralkomitee der deutschen Katholiken: Rücktritt im Erzbistum Köln löst keine grundlegenden Probleme

ZdK-Präsident Thomas Sternberg: Desaster in Köln strahlt zu Unrecht auf übrige Bistümer aus

Osnabrück. Mit Blick auf den Skandal um ein nicht veröffentlichtes Gutachten im Erzbistum Köln hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) erklärt, er glaube nicht, dass ein Rücktritt Probleme löse. ZdK-Präsident Thomas Sternberg sagte im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Ich habe den Eindruck, dass das Desaster im Erzbistum Köln zu Unrecht auf die übrigen Bistümer ausstrahlt.“ Die Austrittszahlen seien insgesamt alarmierend, denn man wisse aus Studien: Wer einmal austrete, komme meist nicht wieder.

In Köln hänge die Verärgerung nicht nur damit zusammen, dass ein Rechtsgutachten nicht veröffentlicht worden sei. „Da geht es um einen Pastoralplan, der gigantische Seelsorgeeinheiten vorsieht, um Entscheidungen über die Köpfe der Gemeinden hinweg, um Ärger im Hochschulbereich.“ Er habe den Eindruck, so Sternberg, „dass die Öffentlichkeit jetzt einen spektakulären Rücktritt erwartet. Aber der würde noch nicht die zugrunde liegenden Probleme lösen. Wenn sich die Lage in Köln beruhigt hat, werden vermutlich anderswo neue auftreten.“

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Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012

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