1. Wertheimer Saatgutfestival in der Main-Tauber-Halle : Die Vielfalt von Saatgut entdecken

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Die Vielfalt von Saatgut entdecken

1. Wertheimer Saatgutfestival am 9. April

 

„Wir feiern die Vielfalt“ – unter diesem Motto veranstaltet die Stadt Wertheim in Kooperation mit Wertheimer Obst- und Gartenbauvereinen das „1. Wertheimer Saatgutfestival – Saatgut, Jungpflanzen und kulinarischer Genuss“. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Ostermarkts am Sonntag, 9. April, von 13 bis 18 Uhr in der Main-Tauber-Halle statt. Der Eintritt ist frei.

Mit dieser Veranstaltung setzen sich die Veranstalter für den Erhalt und die Sicherung der Vielfalt der heimischen Kulturpflanzen ein. Laut einer Schätzung der Food and Agriculture Organisation of the United Nation (FAO) ist in den letzten hundert Jahren rund 75 Prozent der Nutzpflanzenvielfalt verloren gegangen. Deshalb ist es den Organisatoren wichtig, auf diese Tendenzen aufmerksam zu machen. Ursachen für diese Entwicklung sind unter anderem der Einsatz der Gentechnologie, eine zunehmende Monopolbildung unter den Saatgutproduzenten, die in der modernen Züchtung zunehmende Hybridzüchtung sowie eine Rechtsprechung im Saatgutrecht, die sich zu Ungusten der Sortenvielfalt entwickelt.

„Um die noch vorhandene Kulturpflanzenvielfalt zu retten, entstand die Idee der Veranstaltung von Saatgutmärkten und -tauschbörsen, um die alten, seltenen, regionalen Sorten wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, berichtet Jens Rögener, Umweltbeauftragter der Stadt Wertheim.

Bunte Ostereier werden beim 1. Wertheimer Saatgutfestival nicht angeboten – dafür aber z.B. Saatgut und Jungpflanzen von Tomaten in allen denkbaren Farben und Formen. Foto: Jens Rögener

Beim „1. Wertheimer Saatgutfestival“ haben die verschiedenen Händler eine bunte Vielfalt von Saaten verschiedener Kulturpflanzenarten und -sorten im Angebot. Auch für Interessenten, die Samen nicht selbst aussäen wollen, ist gesorgt: Zu kaufen gibt es ein vielfältiges Sortiment an Jungpflanzen. Besonders von Tomaten und die Paprikaverwandten, die schon im März ausgesät werden, ist ein gutes Jungpflanzenangebot vorhanden. Fest eingeplant ist zudem ein „Saatguttauschtisch“, an dem alle Interessierten ihr Saatgut mit anderen tauschen können.

„Das Festival möchte auch einen Beitrag zur regionalen Vernetzung der Vereine, Institutionen und Privatpersonen, die sich auf verschiedenen Ebenen für die Kulturpflanzenvielfalt einsetzen, leisten“, so Rögener weiter. „Der gemeinsame Austausch und das gegenseitige Kennenlernen kann dabei wertvolle Synergien erzeugen.“

Auch für den kleinen und großen Hunger ist gesorgt. Die Händler haben ausgefallene, regionale kulinarische Spezialitäten im Angebot. Für die ein oder andere geschmackliche Überraschung sorgen unter anderem Urmut-Waffeln, Platterbsen-Fallafel, Zeburindwürste oder Hanf-Bier. Und Informationen über ihre Produkte liefern die Anbieter gleich dazu. Die Wertheimer Obst- und Gartenbauvereine haben außerdem eine Kaffee- und Kuchentafel vorbereitet.


Abgerundet wird der Ausstellerkreis durch Stände mit weiteren regionalen Naturprodukten und Informationsständen zu inhaltlich verwandten Themen. Die Besucher erwarten Stände mit Holzprodukten, Büchern und Informationen zu Themen wie z.B. Saatgutvielfalt, Gärtnerei, Imkerei, „Slow Food“, effektive Mikroorganismen und Naturerlebnis sowie eine Ausstellung zur Vielfalt der Getreidesorten.

Weitere Auskünfte erteilt Jens Rögener vom Vorbereitungsteam des Wertheimer Saatgutfestivals, Stadt Wertheim, Referat 33, Telefon 09342/301477, E-Mail: jens.roegener@wertheim.de.

Stadtverwaltung Wertheim