Abfindung bei Kündigung: Was bringt ein Abfindungsrechner?

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Abfindung bei Kündigung: Was bringt ein Abfindungsrechner?

 

In vielen Fällen erhalten Sie beim Ausscheiden aus einer Firma, bei der Sie längere Zeit beschäftigt waren, eine Abfindung. Hier erfahren Sie, was Ihnen zusteht, welche Ihre Rechte sind und wie Sie mit dem Abfindungsrechner schnell kalkulieren, was nach der Besteuerung übrig bleibt. 

 

So errechnet sich die Höhe der Abfindung 

Viele Unternehmen, die sich von Mitarbeitern trennen möchten, ohne eine Kündigung aussprechen zu müssen, bieten einen Aufhebungsvertrag und eine Abfindung 

  1. Auch im Rahmen eines Prozesses zum Kündigungsschutz wird oft ein solcher Vergleich vereinbart. 

 

Ausschlaggebend ist insbesondere die Dauer der Betriebszugehörigkeit – wenn Sie lange Jahre bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt waren, können Sie eine relativ hohe Abfindung erwarten. Selbstverständlich werden auch Ihre Leistungen und die Zufriedenheit des Arbeitgebers die Summe beeinflussen. 

 

Das Arbeitsgesetz gibt keine Vorgaben für die Höhe dieser Zahlung. Der Betrag der Abfindung ist also zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber frei verhandelbar. In der Regel gilt: pro Jahr der Betriebszugehörigkeit können Sie mit zwischen einem halben und einem ganzen Bruttomonatsgehalt rechnen.

 

Zum Beispiel: ein Mitarbeiter, der 10 Jahre lang bei einer Firma beschäftigt war und monatlich 3.000€ brutto verdient hat, kann zwischen 15.000€ und 30.000€ Abfindung erwarten. Je nach Unternehmen und Situation kann der Betrag allerdings nach oben oder nach unten abweichen.

 

Abfindungen können in einem Betrag, in Teilbeträgen oder in fortlaufenden Beträgen gezahlt werden. Letzteres ist aus steuerlichen Gründen empfehlenswert. Der Abfindungsrechner berechnet die zu erwartende steuerliche Belastung. 

 

 

Wie muss die Abfindung versteuert werden?

Abfindungen müssen generell versteuert werden. Um herauszufinden, wie viel Ihnen nach Abzug der Steuern bleibt, hilft Ihnen ein Abfindungsrechner online. Sie tragen Ihr Bruttojahresgehalt und die Höhe der Abfindung ein, und der Nettobetrag wird errechnet. 

 

Für die Sozialversicherung müssen keine Beiträge gezahlt werden, wenn die Abfindung als Entschädigung für den Wegfall künftiger Verdienstmöglichkeiten – also durch den Verlust des Arbeitsplatzes – gewährt wurde.

 

Abfindungen gelten als lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn. Aufgrund der Steuerprogression käme es  zusammen mit dem bis zum Ausscheiden regulären Einkommen zu einer extrem hohen Steuerbelastung. Sie können unter gewissen Voraussetzungen gemäß der sogenannten Fünftelregelung ein Steuerermäßigung erhalten.

 

Diese Regelung greift dann, wenn es eine Anhäufung von Einkünften gibt. Davon spricht man, wenn die Summe der Abfindung und weiterer Einnahmen wegen der Vertragsauflösung höher ist als das Gehalt, der durch die Beendigung des Arbeitsvertrages bis zum Ende des Jahres wegfällt.

 

Die Fünftelregelung verteilt die Versteuerung der Abfindung auf fünf Jahre. Es wird die Steuer für das Einkommen ohne Abfindung sowie die Steuer für das Einkommen zusammen mit einem Fünftel der Abfindung berechnet.

 

Die Differenz ergibt den steuerlichen Effekt für ein Fünftel der Abschreibung. Nun muss der Differenzbetrag mit 5 multipliziert werden. Auf diese Weise ergibt sich eine geringere Steuerbelastung, als wenn die Abfindung komplett in einem Betrag besteuert werden würde.

Fazit

Auch wenn es keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung gibt, ist der Kündigungsschutz in Deutschland meist auf der Seite des Arbeitnehmers. Rechtliche Schritte Ihrerseits wird der Arbeitgeber also vermeiden wollen. Seien Sie sich also über Ihre Rechte bewusst, und lassen Sie sich bei der Berechnung Ihrer Abfindung von Experten helfen. 

 

.red.ray.
.WPN., 11.02.2022

 

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