Ankerzentren: Innenpolitischer Sprecher der Union Middelberg fordert Bundesländer zu Beteiligung auf

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Middelberg verweist auf positive Erfahrungen in den Niederlanden

Osnabrück. Im Streit um die geplanten Ankerzentren hat der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Mathias Middelberg die Bundesländer dazu aufgefordert, sich an der Pilotphase zur Erprobung der Zentren zu beteiligen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) sagte Middelberg: „Wir können kein Bundesland zwingen. Es wäre aber hilfreich, wenn mehrere Länder mitmachen.“ Das gelte auch für Niedersachsen, zumal Innenminister Boris Pistorius das Konzept der Ankerzentren ja im Koalitionsvertrag federführend für die SPD mit ausgehandelt habe. „Vielleicht lässt er seinen Blick einmal Richtung Niederlande schweifen, wo es solche Ankerzentren seit Jahren gibt, und dann hoffe ich, dass seine Begeisterung für die Ankerzentren wächst“, sagte der CDU-Politiker. Lediglich Bayern und das Saarland – die im Grunde schon ähnliche Einrichtungen haben – haben sich bisher dazu bereit erklärt, mitzumachen.

Die Bedenken, die gegen die Ankerzentren vorgebracht werden, hält Middelberg für übertrieben: „Ich würde generell sagen, man sollte die Sorge um diese Zentren nicht übertreiben. Die Niederlande praktizieren das Prinzip der Ankerzentren schon seit Jahren, dort gibt es im Wesentlichen keine Probleme und auch gar keine große kritische Diskussion darum.“

 

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de