Bayerische Polizei – Platzregen forderte Tribut


06.06.2020, PP Unterfranken


ASCHAFFENBURG. Der Platzregen am Freitagabend auf der A3 bei Aschaffenburg hatte für die dortige Verkehrspolizei die Aufnahme einer Vielzahl von Verkehrsunfällen zur Folge. Auch hatten die Unfälle viele Verkehrsbehinderungen zur Folge.


EuroCombi(A-Train) unverschuldet verunfallt

Am Freitag, gegen 18:10 Uhr, befuhr ein 60-jähriger aus dem Raum Mainz mit seinem Daimler Vito den linken Fahrstreifen in Richtung Frankfurt, als er aufgrund einer nicht an die Witterungsverhältnisse (Platzregen) angepassten Geschwindigkeit ins Schleudern kam. Er schleuderte zunächst vom äußerst linken auf den mittleren Fahrstreifen, kam dort aufgrund einer ausgleichenden Lenkbewegung wieder auf den äußerst linken Fahrstreifen, bevor er schlussendlich wieder nach rechts auf den äußerst rechten Fahrstreifen schleuderte und dort mit dem auf diesem Fahrstreifen fahrenden Lang-Lkw(Motorwagen mit Dolly und Sattelauflieger sog. A-Train, Länge: bis 25.25 m) kollidierte.

Der 36-jährige Fahrer geriet mit seinem niederländischen Lang-LKW daraufhin nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach die dortige Leitplanke über eine Länge von etwa 50 Metern und stürzte anschließend die dortige Böschung ca. 15 Meter herunter. Die Zugmaschine überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Der Anhänger samt Dolly rutschte ebenfalls in die Böschung und kam entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stehen.

Der Fahrer wurde zuerst schwerverletzt ins Klinikum Aschaffenburg verbracht. Jedoch nach bisherigen Stand erlitt er nur Prellungen und bleibt zur Beobachtung weiterhin im Klinikum. Der Unfallverursacher blieb unverletzt.

Am Pkw Daimler wurde durch den Aufprall die gesamte Fahrzeugfront, sowie die rechte Fahrzeugseite erheblich beschädigt, Schadenshöhe ca. 8000,- Euro. Das Schadensmaß am Lang-Lkw wird auf ca. 200 000,-Euro beziffert. Es wurden ca. 50 Meter Leitplanke, mehrere Leitpfosten sowie ein Ausfahrtsschild komplett beschädigt, genaue Schadenshöhe bedarf noch der Abklärung mit der Autobahnmeisterei Hösbach.

Die gesamte Richtungsfahrbahn Frankfurt wurde für eine Dauer von etwa 30 Minuten komplett gesperrt. Für die Dauer der Bergung wurde die Anschlussstelle Aschaffenburg-West, sowie der rechte Fahrstreifen an o.g. Örtlichkeit gesperrt. Die Bergung des Lkws erfolgte durch zwei Bergungskräne sowie mehrerer Abschleppfahrzeuge und dauert bis 04:30 Uhr an.

Die übrigen Aufräumarbeiten, sowie der Rückbau der Bergungskräne dauern momentan noch an. Der Gesamtschaden durfte sich nach Schätzung auf ca. 250 000Euro belaufen.

Im Zuge des Rückstaus ereignete sich ein Folgeunfall, indem ein 25-jähriger Fahrer eines Kleintransporters auf einen Pkw, Opel auffuhr. Gesamtschaden 300,- Euro


Weiterer Unfall auf Höhe der Anschlussstelle Weibersbrunn

Ein weiterer Nässeunfall ereignete sich am Freitag, gegen 19:05 Uhr, kurz nach der Anschlussstelle Weibersbrunn in Fahrtrichtung Frankfurt. Ein 36-jähriger Fahrer eines BMW befuhr mit nicht angepasster Geschwindigkeit den linken Fahrstreifen und geriet ins Schleudern. Er brach nach rechts aus und krachte in das Heck eines Wohnanhänger-Gespanns. Das Gespann kam ebenfalls ins Schleudern und auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen.

Der BMW drehte sich um die eigene Achse und prallte gegen die – in Fahrtrichtung rechts befindliche – Leitplanke. Diese wurde auf einer Länge von ca. 10 Metern eingedrückt. Der Fahrer des BMW wurde leicht verletzt und im Klinikum Aschaffenburg ambulant behandelt. Für die Bergung wurde die Richtungsfahrbahn kurz gesperrt und anschließend an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Der Gesamtschaden beläuft sich hier auf ca. 70.000,- Euro.


Unfall auf Höhe der Anschlussstelle Hösbach

Gegen 21:00 Uhr befuhr der Fahrer eines VW Polo die Auffahrt auf die A3 an der Anschlussstelle Hösbach in Fahrtrichtung Frankfurt. Der alleinbeteiligte Fahrer kam aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern, drehte sich über alle drei Fahrstreifen der A3 und kollidierte mit der Mittelleitwand. Daraufhin kam er entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen an der Betonleitwand zum Stehen.

Der leicht verletzte Fahrer wurde ins Klinikum Aschaffenburg verbracht. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Waldaschaff und Hösbach sicherten die Unfallstelle ab. Am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 7.000 Euro.

Zunächst wurde der linke und mittlere Fahrstreifen gesperrt. Der Verkehr lief über den rechten Fahrstreifen. Nach etwa einer halben Stunde wurde der linke und mittlere Fahrstreifen wieder freigegeben, Der rechter Fahrstreifen wurde gesperrt, damit der Pkw geborgen werden konnte. Es kam zu einigen Kilometern Rückstau.




Original Quelle Polizei Bayern

Bilder 48.Altstadtfest Wertheim Samstag 25.07.2015 Teil 1