Billig ist oft nicht gerecht – Fairness kostet Geld

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Westfalenpost:

Hagen (ots) – Fairness kostet Geld. Und da im deutschen Lebensmittelhandel seit Jahren ein ruinöser Preiskampf tobt, bleiben die Menschenrechte im globalisierten Produktionsprozess nicht selten auf der Strecke. Klar, Aldi, Lidl und Co. leisten sich ganze Abteilungen für Nachhaltigkeit und gute Unternehmensführung; ihr Einfluss tendiert jedoch dann gegen Null, wenn das gute Gewissen zu sehr auf Kosten des Gewinns zu gehen droht. Es ist gut, dass die Hilfsorganisation Oxfam die Probleme anprangert. Denn die deutschen Discounter verfügen über eine von Milliardenumsätzen getragene Marktmarkt, mit der sie in den Herstellerländern durchaus Einfluss auf die Produktionsbedingungen nehmen könnten. Sie müssten es nur wollen, vielleicht etwas Gewinn verlieren, aber Glaubwürdigkeit gewinnen. Ein bisschen mehr Druck vom Verbraucher selbst könnte auch nicht schaden, zumal Lebensmittel in Deutschland vergleichsweise günstig sind. Super billig und super gerecht – das passt nicht zusammen. Und das gilt nicht nur für Lebensmittel.

 

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Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012