Blutdrucksenker unter Krebsverdacht Informationen zum Schutz der Patienten – Kommentar von Carolin Nieder-Entgelmeier

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Bielefeld (ots)

Die Verunsicherung bei Bluthochdruckpatienten ist groß und nachvollziehbar. Der Rückruf des beliebten Blutdrucksenkers Valsartan führte erst im Sommer 2018 zu einem nachhaltigen Vertrauensverlust der Patienten. Nun gelangen die Ergebnisse von Studien an die Öffentlichkeit, die die viel genutzten Wirkstoffe Hydrochlorothiazid und ACE-Hemmer mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung bringen. Für viele, die täglich und über Jahre hinweg Blutdrucksenker einnehmen, folgt auf diese Nachrichten oft eine quälende Ungewissheit.

Die Folge sind häufig fatale Kurzschlussreaktionen, die dazu führen, dass die Einnahme der Blutdrucksenker abgebrochen wird.

Obwohl die Gefahren des Abbruchs einer Hochdrucktherapie ungleich größer sind, als das Risiko an Krebs zu erkranken. Schuld daran sind oft verkürzte Darstellungen der komplexen Materie und die fehlende Weitergabe von Informationen, auch aufgrund fehlender oder überlasteter Hausärzte. Umso wichtiger ist es, dass sich Patienten auf ihren Hausarzt, den ersten und wichtigsten Ansprechpartner im deutschen Gesundheitssystem, verlassen können. Im Gespräch mit dem Hausarzt, der Patient und Krankengeschichte gut kennt, können mögliche Krebsrisiken durch Medikamente in die richtige Relation gesetzt werden, um Kurzschlussreaktionen, die lebensbedrohlich sein können, zu verhindern.

 

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