Brandaktuelles von PETA : Brutalität der südafrikanischen Mohair-Industrie – Bekannte Modemarken reagieren

Brutale Schur von Angoraziegenbabys für Mohairwolle in Südafrika.

Bekleidungsmarken Arcadia Group, Gap Inc., Inditex und H&M streichen Mohair aufgrund von PETA USAs Veröffentlichungen aus ihrem Sortiment

 

Erstmals deckte ein Augenzeuge auf, wie grausam Ziegen in der Mohair-Industrie verstümmelt und getötet werden

 

Norfolk, Virginia / Stuttgart, 1. Mai 2018 – Brandaktuelles, von PETA USA veröffentlichtes Videomaterial informiert über die südafrikanische Mohair-Industrie. Das Land ist für über 50 Prozent des weltweit verkauften Mohairs verantwortlich. Die Aufnahmen haben mehrere führende Unternehmen davon überzeugt, Mohair aus ihrem Sortiment zu streichen, darunter etwa die Arcadia Group, Gap Inc., Inditex sowie die H&M-Gruppe.

 

Zum ersten Mal konnte ein Augenzeuge in solchem Umfang in der Mohair-Industrie ermitteln. Zwölf Betriebe wurden im Januar und Februar dieses Jahres besucht. Arbeiter zerrten Ziegen an den Hörnern und Beinen umher oder hoben sie am Schwanz hoch, wobei das Rückgrat brechen kann. Wenn Ziegenkitze zum ersten Mal geschoren wurden, schrien sie vor Angst. Nach der Schur warfen Arbeiter die Tiere zu Boden. PETA USA fordert von den Strafverfolgungsbehörden nun Ermittlungen und eine entsprechende Anklage. Die Organisation geht davon aus, dass es sich bei dem vorgefundenen Missbrauch um Verstöße gegen das südafrikanische Tierschutzgesetz von 1962 handelt.

 

„Man ließ die vor Schmerzen und Angst schreienden Ziegenbabys einfach an der Schurstelle liegen. All dieses Tierleid gibt es nur, damit Pullis und Schals aus Mohair hergestellt werden können“, so Daphna Nachminovitch, Senior Vice President of Cruelty Investigations bei PETA USA. „PETA appelliert an alle Menschen, beim Einkauf auf das Etikett zu achten: Steht dort ‚Mohair‘, lassen Sie das Produkt bitte im Regal liegen.“

 

Der Tierrechtsorganisation zufolge schrien viele Ziegen vor Schmerzen, wenn Arbeiter ihnen mit einer kleinen Zange die empfindsamen Ohren verstümmelten. Die Scherer werden pro Stück, nicht pro Stunde bezahlt. Sie arbeiten deshalb im Akkord und gehen grob vor, was bei vielen Ziegen zu blutigen Schnittwunden führt. Diese werden anschließend von den Arbeitern selbst – ohne jegliche Schmerzmittel – behelfsmäßig zusammengenäht.

 

Farmer gaben zu, dass viele Ziegen nach der Schur an Unterkühlung sterben, wenn sie dem kalten Wind und Regen ausgesetzt sind. An nur einem einzigen Wochenende seien in Südafrika so 40.000 Tiere zu Tode gekommen Ziegen die nicht mehr profitabel waren, starben ebenfalls einen grausamen Tod: In einem Betrieb schnitt ein Arbeiter Ziegen bei vollem Bewusstsein mit einem stumpfen Messer die Kehle durch und brach ihnen danach das Genick. Einer Ziege trennte er dabei den Kopf ab. Andere Ziegen wurden in ein Schlachthaus gebracht. Dort wurden sie mittels Elektroschock betäubt und kopfüber aufgehängt, bevor ihnen die Kehle durchgeschnitten wurde.

Die Arcadia Group wird für keine ihrer acht Marken – darunter auch Topshop – mehr Mohair einkaufen. Gap Inc. wird keine Mohair-Produkte mehr für Gap, Old Navy, Banana Republic und Athleta beziehen. Und die Bekleidungsmarken von Inditex, z. B. Zara,  sowie die H&M-Gruppe mit ihren acht Marken werden ab 2020 keinerlei Mohair mehr verkaufen.

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen.

 

 

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