Bundesregierung verdoppelt Investitionen zur Rettung der globalen Artenvielfalt / …

Campaign for Nature

New York (ots)

Bundeskanzler Olaf Scholz kündigte am Dienstag am Rande der diesjährigen Vollversammlung der Vereinten Nationen an, dass die Bundesregierung zukünftig 1,5 Milliarden Euro jährlich in den weltweiten Naturschutz investieren wird. Dies entspricht knapp einer Verdopplung der bisherigen 800 Millionen Euro. Diese bisher größte Finanzzusage aller Industriestaaten erfolgte in einer Videobotschaft auf dem hochrangig besetzten „Landmark Leaders‘ Event for a Nature Positive World“ zur Vorbereitung der Weltnaturkonferenz COP 15 im Dezember in Montreal/Kanada.

„Der Bundeskanzler sendet mit dieser Zusage ein wichtiges Zeichen an die globale Staatengemeinschaft, dass trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten dringend notwendige Investitionen zur Bewältigung einer der entscheidenden Krisen der Menschheit nicht vernachlässigt werden dürfen“, sagte Georg Schwede, Europachef der Campaign for Nature. „Wir hoffen, dass nach dieser Ankündigung jetzt auch andere Industriestaaten ihre finanziellen Zusagen gegenüber den Entwicklungsländern deutlich erhöhen, damit das neue globale Abkommen zum Schutz der Biodiversität verabschiedet werden kann“, so Schwede weiter.

Der Erfolg des Abkommens, das im Dezember abschließend verhandelt wird, hängt zurzeit am seidenen Faden und ist zum großen Teil abhängig von Finanzierungzusagen an die Länder des globalen Südens. Nur dann wird ein ambitioniertes Abkommen gelingen, das den rasanten Artenverlust bis 2030 aufhalten könnte. Auch das Ziel mindestens 30-Prozent der Meeres- und Landlebensräume zu schützen, ließe sich so erreichen.

„Deutschland, die EU und andere Industrieländer haben bei der Finanzierung eine besondere Verantwortung, auch weil ihre Wirtschafts- und Handelsaktivitäten weltweit massiv Natur zerstören“, so Schwede. Insgesamt seien mindestens 30 Prozent des Verlustes von Arten direkt verbunden mit Produkten, die von Industriestaaten aus den Entwicklungsländern importiert werden.

Auch wenn Biodiversitäts- und Klimakrise als Zwillingskrisen gelten und nur gemeinsam zu bewältigen sind, beklagt die Campaign for Nature, dass die jetzt zugesagten 1,5 Milliarden Euro Biodiversitätsfinanzierung offenbar Teil der auf dem diesjährigen G7 Gipfel von Deutschland zugesagten Klimageldern in Höhe von 6 Milliarden Euro sein sollen und nicht zusätzlich aufgebracht werden. Die Klima- und Biodiversitätskrise stellen laut World Economic Forum (WEF) die beiden größten Risiken für die Zukunft der Menschheit dar. Um sie zu bewältigen, bedarf es massiver Investitionen bei gleichzeitigem und radikalem Abbau bzw. Umwidmung der rund 67 Milliarden Euro an umwelt- und naturschädigenden Subventionen, die Deutschland mit Steuergeldern jährlich finanziert.

Pressekontakt:

Dr. Georg Schwede
Representative Europe, Campaign for Nature
georg@campaignfornature.com
mobil: 0170 5571244

Klaus-Henning Groth
Presse, Campaign for Nature
klaus-henning@campaignfornature.com
mobil: 0172 449 3366

Original-Content von: Campaign for Nature, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie 196.Michaelismesse Wertheim – Tag der Firmen , Donnerstag 05.10.2017

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*