Falscher Microsoft-Mitarbeiter ruft an – Polizei warnt vor Betrugsmasche

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Falscher Microsoft-Mitarbeiter ruft an – Polizei warnt vor Betrugsmasche

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Dienstag hat sich ein Betrüger am Telefon als angeblicher Microsoftmitarbeiter ausgegeben und einen Computerbesitzer dazu gebracht, rund 650 Euro zu überweisen. Kurz danach wurde auch noch sein Paypal Konto gehackt. Die Polizei warnt.

 

Gegen 10.45 erhielt der Mann einen unerwarteten Anruf, bei dem sich am anderen Ende der Leitung ein angeblicher „Microsoft-Mitarbeiter“ vorstellte. Er sagte, dass aufgrund von zu vielen Fehlermeldungen ein Zertifikat erneuert werden müsste und brachte den Angerufenen letztlich dazu insgesamt 650 Euro zu überweisen. Bis der Betrogene den Betrug bemerkte, hatte ein Unbekannter bereits versucht eine weitere Zahlung über PayPal anzuweisen.

Bei der bekannten Masche versuchen angebliche „Microsoft-Mitarbeiter“ durch eine geschickte Gesprächsführung ihre Opfer zum Starten des Fernzugriffs auf dem PC zu bewegen. In einer sich am Bildschirm öffnenden Eingabemaske werden die Bediener dann aufgefordert, ihre Kreditkartendaten einzugeben, um so ein Schutzprogramm zu erwerben.

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut auf die Betrugsmasche angeblicher Microsoft-Mitarbeiter hinzuweisen:

  • Lassen Sie sich nicht auf unaufgeforderte Gespräche mit solchen Anrufern ein
  • Microsoft ruft i.d.R. keine Endkunden an, um auf Fehlermeldungen hinzuweisen
  • Installieren Sie keinerlei Software, die ihnen empfohlen wird. Falls Sie doch etwas installiert haben, trennen Sie den Rechner sofort vom Netz.
  • Geben Sie weder telefonisch, noch während eines Fremdzugriffs am Computer persönliche Bankdaten oder Kreditkartendaten in Eingabemasken ein
  • Fremdzugriffe auf Ihre Computer sollten Sie nur vertrauenswürdigen Personen gewähren, die Sie selbst beauftragen
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei

PP Unterfranken