Flüchtlingsbeauftragter Wertheim : Die Fäden laufen bei Volker Mohr zusammen

Der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Wertheim, Volker Mohr, bei einer Informationsveranstaltung im Oktober letzten Jahres. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Land fördert Funktion als Flüchtlingsbeauftragter

Als Flüchtlingsbeauftragter fungiert Volker Mohr, der Leiter des städtischen Ordnungsamts, schon seit Mitte letzten Jahres. Ab 2016 tut er dies mit finanzieller Unterstützung durch das Land. Wertheim ist eine von vielen Kommunen und Landkreisen im Land, die sich erfolgreich um eine Förderung des Integrationsministeriums beworben haben. Die Nachricht über den Erfolg des Wertheimer Antrags hat die Stadtverwaltung Ende Dezember erhalten, der Bewilligungsbescheid liegt inzwischen ebenfalls vor.

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Seit 2013 unterstützt das Land die Integrationsarbeit auf kommunaler Ebene mit einem Förderprogramm. Ihm liegt die Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Integration über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration zu Grunde, kurz VwV-Integration genannt. Im August 2015 hat das Land angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms die Kommunen ermuntert, das Programm ab der Förderrunde 2016 auch für die Einrichtung von Flüchtlingsbeauftragten zu nutzen. Im Main-Tauber-Kreis hat neben Wertheim auch die Stadt Freudenberg diese Chance genutzt. Insgesamt erhielten 158 Projektanträge landesweit eine Zusage.

Oberbürgermeister Stefan Mikulicz freute sich über den positiven Bescheid. „Die Förderung von Flüchtlingsbeauftragten durch das Land ist richtig und gut. Das kann aber nur der Anfang sein.“ Denn angesichts der großen Integrationsaufgaben, die die Kommunen zu stemmen hätten, bräuchten sie die breite Unterstützung durch das Land in allen Handlungsfeldern, angefangen vom Wohnungsbau über Bildung bis hin zur Integration in den Arbeitsmarkt.

Der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Wertheim, Volker Mohr, bei einer Informationsveranstaltung im Oktober letzten Jahres. Foto: Stadtverwaltung Wertheim
Der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Wertheim, Volker Mohr, bei einer Informationsveranstaltung im Oktober letzten Jahres. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Zur Finanzierung des Flüchtlingsbeauftragten erhält die Stadt Wertheim den maximalen Förderbetrag von insgesamt 105.000 Euro über den Zeitraum von drei Jahren. In Wertheim legt man diese Aufgabe in die bewährten Hände von Volker Mohr. Er nimmt diese Funktion faktisch schon seit Mitte letzten Jahres wahr und genießt bei allen Akteuren im Bereich der Flüchtlingsarbeit große Wertschätzung. Damit Volker Mohr diese Arbeit weiterhin zusätzlich zu seinen Aufgaben als Leiter des Ordnungsamts schultern kann, wird es innerhalb der Verwaltung personelle Umschichtungen geben.

Das Aufgabenprofil bleibt unverändert: Als Flüchtlingsbeauftragter ist Volker Mohr bei der Stadtverwaltung die zentrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinierungsstelle für alle Flüchtlingsangelegenheiten. Er unterstützt, bündelt, steuert und koordiniert. Das gilt zum einen für die Abläufe um die Erstaufnahmeeinrichtung im Stadtteil Reinhardshof, das gilt zum anderen und sicher auch in zunehmendem Umfang für die steigende Zahl der Flüchtlinge in der kommunalen Anschlussunterbringung. Beschaffung von Wohnraum, Aufnahme in Kindertageseinrichtungen und Schulen, Kooperationen mit Vereinen im Bereich Sport, Kultur und Freizeit – kommunale Integrationsarbeit ist ein weites Feld. Alle Referate der Stadtverwaltung leisten dazu ihren Beitrag im Rahmen ihrer fachlichen Zuständigkeiten, Koordinator und zentraler Ansprechpartner bleibt im Rathaus Volker Mohr.

Stadtverwaltung Wertheim