Gewalt : Regierungspräsidium reagiert – 60 Algerier aus der Lea Wertheim wurden gestern verlegt

Archivbild Lea Wertheim

Einen Gang höher schaltet das Regierungspräsidium mit Flüchtlingen, die in Erstaufnahmeeinrichtungen randalieren. Eine Gruppe von rund 60 Algeriern aus der Lea Wertheim wurde gestern verlegt. Davon 30 sind nun unter erhöhten Sicherheitsbedingungen in Stuttgart untergebracht. Ihre Asylverfahren sollen beschleunigt zum Abschluss gebracht werden. „Wir werden alles im Rahmen des rechtlich Möglichen tun, damit die straffällig gewordenen Personen abgeschoben werden können,“ so Regierungspräsident Johannes Schmalzl in einer aktuellen Pressemitteilung.
Die 60 algerischen Flüchtlinge waren am Sonntag nach Wertheim verlegt worden, nachdem sie zuvor in der Lea Ellwangen mehrere Polizeieinsätze ausgelöst hatten. In Wertheim wurden sie, soweit das zuvor noch nicht erfolgt war, im Eilverfahren erkennungsdienstlich erfasst und registriert. Unmittelbar darauf hat man die Gruppe weiter unterteilt. Etwa 30 Personen wurden auf verschiedene Landkreise verteilt, ca. 30 Personen wurden am Mittwochabend in die derzeit leerstehende Notunterkunft Reitstadion in Stuttgart verlegt.
Während des kurzen Aufenthalts von Sonntag bis Mittwoch in Wertheim hatte diese Flüchtlingsgruppe auch in Wertheim für Unruhe gesorgt. Die jüngsten polizeilichen Vorkommnisse – der „Flurpinkler“ und die beiden Randalierer von Mittwochfrüh (wir berichteten) – gingen auf das Konto dieser Gruppe.
In der Stuttgarter Unterkunft Reitstadion, so das Regierungspräsidium in seiner Pressemitteilung, sind sicherheitstechnisch gute Verhältnisse und durch den aktuellen Leerstand zudem gute Voraussetzungen, um eine geordnete Unterbringung zu ermöglichen. In einer gemeinsamen Besprechung zwischen Polizei, Sicherheitsdiensten und Betreiber hat das Regierungspräsidium umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Dazu gehören insbesondere die strikte Durchsetzung des Alkoholverbots in der Unterkunft sowie die Verhinderung des Einschmuggelns von Waffen oder Drogen. Zur Durchsetzung der Maßnahmen wurde das Sicherheitspersonal kurzfristig erheblich verstärkt. Weitere Flüchtlinge sind im Reitstadion nicht untergebracht.
Weitere Schritte, um das Asylverfahren durch das BAMF zu beschleunigen, werden derzeit abgestimmt. Um eine Abschiebung handelt es sich bei den bisherigen Maßnahmen nicht, betont das Regierungspräsidium. Aber Präsident Johannes Schmalz stellt klar: „Wir werden vor allen Dingen jetzt die laufenden Asylverfahren so gut wie möglich vorantreiben und abschließen und alles im Rahmen des rechtlich Möglichen tun, damit die straffällig gewordenen Personen abgeschoben werden können.“

Informationen zur LEA Wertheim bei Facebook ,
Stadtverwaltung Wertheim

Bilder „Wertheim zeigt Flagge“ Demo gegen den Brandanschlag Lea Reinhardshof 20.09.2015

http://wertheimerportal.de/bilder-wertheim-zeigt-flagge-demo-gegen-den-brandanschlag-lea-reinhardshof-20-09-2015/ 

Bildergalerie Empfang der ersten Flüchtlinge an der LEA ,Polizei Akademie Wertheim, 13.09.2015 

http://wertheimerportal.de/bildergalerie-empfang-der-ersten-fluechtlinge-an-der-lea-polizei-akademie-wertheim-13-09-2015