Große Nachfrage nach Gewerbeflächen in Wertheim – Information in Unternehmergespräch / Hochschule startet

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Eine gute Resonanz fand das jährliche Unternehmergespräch der Stadt Wertheim. Diesmal fand es im „Löwensteiner Bau“ der Wertheimer Burg statt. Foto: Stadt Wertheim

„Unglaublich, was da für eine Dynamik drin ist.“ Nicht nur einer der über 50 Teilnehmer des jährlichen Unternehmergesprächs der Stadt Wertheim staunte über die rasante Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Bei der Zusammenkunft im „Löwensteiner Bau“ der Burg berichteten Bürgermeister Wolfgang Stein, Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim und Baudezernatsleiter Armin Dattler über die aktuelle Situation vor allem am Reinhardshof und am Almosenberg sowie die geplante Weiterentwicklung beider Gewerbe- und Industriegebiete. Gute Nachrichten gab es auch zum Thema Hochschule: Die SRH-Fernhochschule startet in Kürze in Wertheim.

Zur Entwicklung der Gewerbe- und Industrieflächen führte Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim aus, dass es zwar insgesamt 23 rechtsverbindliche Bebauungspläne im gesamten Stadtgebiet gebe. Von gut 232 Hektar Gesamtfläche stehen aber nur noch weniger als 18 Hektar für ansiedlungs- oder weiterentwicklungswillige Unternehmen zur Verfügung. „In der Keimzelle der wirtschaftlichen Entwicklung Wertheims, in Bestenheid, haben wir schon lange keine städtischen Flächen mehr“, ergänzte Baudezernent Armin Dattler. Und das kann, wenn die Stadt nicht gegensteuert, bereits mittelfristig zum Problem werden.

Am „Almosenberg“ soll Anfang des neuen Jahres Baubeginn sein für das Eurohotel mit 75 Zimmern und Tankstelle sowie für das Restaurant „L´Osteria“ mit Kaffeerösterei. Weitere Neuansiedlungs-, aber auch Erweiterungsvorhaben vorhandener Betriebe sind bereits weit gediehen. Im September wurde die neue Erschließungsstraße „Am Fuchsenacker“ fertiggestellt, auf rund sechs Hektar Fläche ist hier nun Gewerbeansiedlung möglich. Und im Mai dieses Jahres eröffnete der Gemeinderat das Bauleitplanverfahren zur Weiterentwicklung in Richtung Dertingen mit einem Umfang von rund 12,2 Hektar. Nicht nur im Zusammenhang mit dem „Almosenberg“, aber besonders im Hinblick darauf, konnte Bürgermeister Stein eine gute Nachricht verkünden: „Ab dem 24. November ist die Autobahn A3 auf Wertheimer Gemarkung sechsspurig.“

Dynamisch ist die Entwicklung auch im Industrie- und Gewerbegebiet Reinhardshof. Von ursprünglich einmal 52 Hektar Fläche sind noch rund 4,4 Hektar im Eigentum der Stadt, sofort verfügbar und erschlossen. „Dieser Standort lebt vor allem von Unternehmen, die in Bestenheid aus allen Nähten platzen“, machte Dezernatsleiter Dattler deutlich. Er referierte dann die aktuelle Weiterentwicklungsplanung in mehreren Abschnitten, wie sie jüngst vom Gemeinderat diskutiert und beschlossen worden ist und die auch eine neue Erschließungsstraße beinhaltet. Insgesamt rund 27,5 Hektar Industrie- und Gewerbeflächen sollen dadurch ausgewiesen werden.

Über den baldigen Start der SRH-Fernhochschule in Wertheim informierten (von links) Maximilian Seigerschmidt und Prorektor Dr. Jörg von Garrel. Foto: Stadt Wertheim

Im Rahmen des Unternehmergesprächs informierten Maximilian Seigerschmidt, Vertriebsleiter der SRH-Fernhochschule, und der Prorektor Professor Dr. Jörg von Garrel über den aktuellen Stand der Dinge. Der Start der Hochschule in Wertheim steht bevor. In Kürze wird das Studienzentrum, das im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium angesiedelt sein wird, eingerichtet und eröffnet.

Beide nutzten die Gelegenheit, um die besondere „Wertheimer Willkommenskultur“ herauszustellen. Man sei bislang nur an wenigen Orten so offen und freundlich aufgenommen worden. Immerhin unterhält die SRH Fernhochschule, die sich auch „The Mobile University“ nennt, 16 Studienzentren in ganz Deutschland.

Der eigens für die Bedürfnisse der Unternehmen in der Main-Tauber-Stadt konzipierte Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (Technischer Vertrieb) hat in der Zwischenzeit die wichtigsten Zulassungshürden genommen. Noch vor dem offiziellen Start gibt es sechs der im ersten Jahr angepeilten 20 Studierenden. Außerdem habe man, informierte Seigerschmidt weiter, schon drei Kooperationsvereinbarungen mit Wertheimer Unternehmen geschlossen, ein weiterer Vertrag sei in der Umsetzung und sechs Termine zu Gesprächen über mögliche Kooperationsvereinbarungen wurden darüber hinaus vereinbart. „Wir sind sehr froh, dass es so schnell so gut voranging“, erklärte der Vertriebsleiter und versicherte gemeinsam mit Professor Dr. von Garrel: „Wir wollen uns hier langfristig und nachhaltig engagieren“.

Stadtverwaltung Wertheim

Bildergalerie Dreikönigsturnier SV Viktoria Wertheim am 06. Januar 2016