Handwerkspräsident: Debatte um Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen ein „Trauerspiel – Seit Jahren treten wir auf der Stelle“

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– Wolleifer wirft Bundesregierung „200 Tage Stillstand“ vor

Osnabrück. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat die anhaltende Diskussion um Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Fahrzeuge als „ein Trauerspiel“ bezeichnet, das sich Politik und Konzerne leisten. „Außer viel Gerede ist wenig passiert. Seit Jahren treten wir auf der Stelle“, kritisierte Wollseifer im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er beharrte darauf, dass die Kosten von 1500 bis 3000 Euro pro Umrüstung von der Industrie getragen werden müssten. „Hätten wir zu Beginn der Dieselkrise mit Nachrüstungen begonnen, bräuchten wir uns über drohende Fahrverbote keine Gedanken zu machen“, hob Wollseifer hervor. Er äußerte sich insgesamt “ sehr besorgt“, weil die Bundesregierung auch gut 200 Tage nach Regierungsantritt keines der wirklich drängenden Probleme angefasst hab. Es herrsche Stillstand in Deutschland bei den entscheidenden Zukunftsthemen. „Das ist verhängnisvoll und kann längerfristig die Konjunktur hemmen“, sagte Wollseifer und mahnte unter anderem eine Steuerreform an, die sich der Staat „in Zeiten übervoller Kassen leisten könnte“.

 

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