Initiative „Counter Campus“ schlägt Google-Gesprächsangebot aus und warnt vor negativen Entwicklungen

geralt / Pixabay


neues deutschland:

Berlin (ots) – „Der Interessenkonflikt zwischen Google und dessen Freunden in der Politik lässt sich nicht einfach aushandeln“, sagt der Sprecher des Projekts „Counter Campus“, Oliver Orthmann, in der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Samstagausgabe). Orthmann begründet so die Ablehnung des Gesprächsangebotes von Google und des Berliner Senats. „Dort wird ein Dialog vorgeschoben und am Ende entscheidet der Sachzwang.“

Der Aktivist warnt vor negativen Konsequenzen für die Stadtentwicklung Berlins, sollte sich der Technologie-Konzern Google mit seinem sogenannten Google Campus in der Hauptstadt niederlassen. „Der Prozess der Gentrifizierung wird durch solche Projekte angeheizt. Google ist da nicht der einzige Akteur, aber ein relevanter“, sagte der „Counter Campus“-Sprecher gegenüber „neues deutschland“.

Die US-amerikanische Stadt San Francisco zeige, wie schnell beispielsweise Mietpreise rund um Haltestellen in die Höhe schießen, an denen Busse zu Google fahren. „Dort hat man festgestellt, dass sich innerhalb eines Jahres die komplette Sozialstruktur verändert hat“, so Orthmann. Die Bewohner seien nahezu vollständig durch Google-Mitarbeiter ersetzt worden. Ähnliche Entwicklungen fürchte er auch in Berlin.

Im Herbst diesen Jahres will Google seinen Campus im Umspannwerk Kreuzberg eröffnen. Dort sollen sich dann Start-Up-Unternehmen vernetzen können, sich um Fördergelder von Google bewerben und Arbeitsplätze anmieten.

 

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012