Kommentar: Betrug – Jetzt auch noch Opel – Langsam setzt ein Gewöhnungseffekt ein

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▷ Rheinische Post:

Düsseldorf (ots) – Schlimm ist: Langsam setzt ein Gewöhnungseffekt ein. Die Nachricht, dass Opel durchsucht wurde, überrascht nicht mehr. Der Verdacht, dass Diesel-Motoren manipuliert worden sein sollen, erschüttert nicht mehr. Die Ankündigung, dass knapp 100.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden, schockiert nicht mehr. Und selbst die Nachricht, dass Euro-6-Diesel unter Manipulationsverdacht stehen, die Politik diese Schadstoffklasse bislang von Fahrverboten aber ausklammern wollte, verwundert nicht besonders. All das ist fast schon Routine nach drei Jahren Diesel-Skandal. Während sich Staatsanwälte, Auto-Manager und Politiker hierzulande an alten Verfehlungen abarbeiten (müssen), droht das Land seine Zukunft zu verspielen. Autonomes Fahren, Elektromobilität, die Herausforderungen sind gewaltig. Eigentlich müssten Hersteller und Politik alle Energie auf die großen Fragen der Zukunft verwenden. Stattdessen: Stillstand. Den einen fehlt der Wille, den anderen die Kraft, die Verfehlungen aufzuklären und die Diesel-Diskussionen zu beenden. Die Gefahr ist groß, dass Deutschland irreparable Schäden davonträgt.

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