Kommentar: Blamierter Putin – Agenten und Spione

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Rheinische Post:

Düsseldorf (ots) – Wie man weiß, reagiert Wladimir Putin höchst empfindsam auf Kränkungen oder das, was er dafür hält. Man darf also vermuten, dass Russlands Präsident gerade eine schwere Zeit durchlebt. Der Fall Skripal ist gerade dabei, ihn bis auf die Knochen zu blamieren. Erst lassen sich zwei seiner Top-Agenten bei einem Anschlag mit international geächtetem Nervengift in England erwischen. Und dann machte Putin auch noch den Fehler, die beiden Männer, denen er wohl vor drei Jahren höchstpersönlich Russlands höchsten Orden an die Brust geheftet hatte, als harmlose Zivilisten zu bezeichnen. Es waren nicht westliche Geheimdienste, es waren findige Online-Rechercheure, die die wahre Identität der beiden Attentäter aufdeckten und nebenbei auch einiges über ihre Aktivitäten in anderen Ländern. Und deswegen sollte man beim Lachen über die stümpernden russischen Spione nicht den Ernst der Lage verkennen. Putin hat offenbar keinerlei Skrupel, seine Agenten auf den Rest der Welt loszulassen. Man ahnte das schon vorher, aber nun klingt das beharrliche Leugnen aus dem Kreml noch unglaubwürdiger.

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