Kommentar: Ein Pakt gegen Trump – EU und Japan Freihandelsabkommen

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Rheinische Post:

Düsseldorf (ots) – Mehr als vier Jahre haben die EU und Japan über ein Freihandelsabkommen verhandelt, nun ist es endlich unterzeichnet worden. Als die Verhandlungen 2013 begannen, konnten Japaner und Europäer nicht ahnen, dass ihr Handelsvertrag auch ein politisches Statement werden würde. Man darf das Abkommen jenseits seiner großen ökonomischen Bedeutung auch als ein wichtiges Signal gegen die Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump verstehen. Der hatte zuerst Amerikas Beteiligung am pazifischen Handelspakt TPP aufgekündigt und dann auch die Gespräche über die geplante transatlantische Freihandelszone TTIP storniert. Nun bleibt Europa gar nichts anderes übrig, als Abkommen um die USA herum zu konstruieren. Allerdings sollten wir uns vor dem Glauben hüten, neue Partnerschaften könnten die transatlantischen Beziehungen vollständig ersetzen. Es geht vielmehr darum, gemeinsam mit anderen Staaten so viel wie möglich von der gegenwärtigen, regelbasierten Weltordnung zu retten. Japan ist dafür ein idealer Partner; mit China wird das schon sehr viel schwieriger.

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Bildergalerie Altweiberfasching Kreuzwertheim , 16.02.2012