Landgericht Mosbach : Tödlicher Unfall auf dem Wartberg – Terminsergebnis im Berufungsverfahren

Terminsergebnis

Datum: 20.04.2018

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor der Berufungskammer des Landgerichts Mosbach am 20.04.2018, um 10:00 Uhr wegen fahrlässiger Tötung

 

Die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts Wertheim vom 13.09.2017 wurde als unbegründet verworfen.

Der Verteidiger hatte eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten, die zur Bewährung auszusetzen sei, beantragt. Die Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreter hatten jeweils die Verwerfung der Berufung beantragt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

 

Anlage: Terminvorschau vom 01.02.2018

Mit Urteil des Amtsgerichts Wertheim vom 13.09.2017 war der Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt worden. Ihm war die Fahrerlaubnis entzogen und sein Führerschein eingezogen worden. Die Verwaltungsbehörde war angewiesen worden, dem Angeklagten vor Ablauf einer Sperrfreist von 24 Monaten keine neue Fahrerlaubnis zu erteilen.

Gegen das Urteil hatte der Beklagte Rechtsmittel eingelegt.

Zu dem Termin am 20.04.2018 sind die Nebenklägerin und deren Vertreter, 6 Zeugen und 2 Sachverständige geladen.

Die Berufungskammer ist mit dem Vorsitzenden Richter am Landgericht Haas und zwei Schöffen besetzt.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

 

Anlage: Terminvorschau vom 06.07.2017

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-jährigen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit vor, er habe am 09.11.2016, gegen 18.14 Uhr mit seinem Pkw Audi RS 4 Avant die vorfahrtsberechtigte Vockenroter Steige/Nassiger Straße von Wertheim kommend in Richtung Reinhartshof befahren. Kurz vor der Einmündung habe er verbotswidrig von rechts über die Rechtsabbiegespur einen vor ihm befindlichen Pkw überholt. Nach dem Überholvorgang sei der Angeklagte, ohne den Blinker zu setzen, wieder auf die geradeaus führende Fahrbahn eingeschert und habe sein Fahrzeug auf mindestens 100 km/h beschleunig, obwohl die erlaubte Geschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt gewesen sei. Diese Fahrverhalten habe zur Folge gehabt, dass der von rechts aus dem Reinhartshof mit seinem Pkw Golf einfahrende Geschädigte die Situation falsch eingeschätzt habe und trotz Wartepflicht auf die Kreuzung eingefahren sei, um nach links abzubiegen. Im Kreuzungsbereich seien das Fahrzeug des Angeklagten und des Geschädigten zusammengestoßen. Der Geschädigte sei durch den Aufprall tödlich verletzt worden. Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit sei der Unfall für den Angeklagten vermeidbar gewesen. Zum Unfallzeitpunkt habe der Angeklagte unter dem Einfluss von Kokain gestanden, was seine Fahrweise und Reaktionsfähigkeit beeinflusst habe. Eine Blutentnahme habe einen Wert von 377ng/ml Benzoylecgonin ergeben.

Der Angeklagte habe fahrlässig den Tod eines Menschen verursacht.

landgericht-mosbach.de

 

Bilder Hochwasser in Wertheim am Main / Tauber 27.02.2010