Landkreis Miltenberg : Die Felsenbirne – Auch Vögel freuen sich über die „schnabelgerechten“ Früchte

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15.04.2019

 

Es ist Anfang April und die Felsenbirnen zieren mit ihren ansehnlichen lockeren weißen Blütenwolken Parks, Haus-, Klein- und Vorgärten im Landkreis Miltenberg. Doch nicht nur die Blüte besticht durch Attraktivität. Auch in den restlichen Jahreszeiten hat der Strauch oder Kleinbaum viel zu bieten.

Frühjahr 

Wir können es aktuell vor unserer Haustür beobachten. Weiße sternförmige Blüten haben sich am Ende der Zweige der Felsenbirne in Trauben von fünf bis acht Einzelblüten geöffnet. Häufig geschieht dies bereits vor dem Laubaustrieb. Dieser beginnt schleichend mit bronze- und kupferfarbenen leicht behaarten Laubblättern, die nach dem Austreiben sattgrün und rundlich sind. Auch im Einzelstand, z.B. in kleineren Gartenanlagen, werden durch die Felsenbirne, da sie selbstfruchtbar ist, Früchte gebildet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie Bienen und Hummeln.

Sommer 

Ab Juni bis August bilden sich erbsengroße runde Früchte. Zu Beginn sind diese hellrot und gehen hin zur Reife ins blauschwarze mit bläulicher Bereifung über. Ihr Geschmack ist süß, vergleichbar mit Heidelbeeren. Die Früchte reifen in einzelnen Etappen, sodass ein mehrmaliges Durchpflücken oder Naschen erforderlich ist. Anschließend können diese zu Kompott, Mus oder zu Fruchtaufstrich verarbeitet werden. Auch Vögel freuen sich über die „schnabelgerechten“ Früchte. Was nicht zuletzt die Felsenbirne zu einem idealen Nährgehölz macht.
Aus der Sicht der Bayerischen Gartenakademie kann die Felsenbirne besonders auf Grund spezieller Fruchtsorten wie `Prince William`, `Northline`, `Smoky` und `Ballerina` dem Wildobst zugeordnet werden. Die zuvor genannten Sorten wachsen kompakter und tragen für Felsenbirnen verhältnismäßig große Früchte.

Herbst / Winter 

Die Herbstfärbung stellt ein weiteres Highlight dar. Goldgelb, orangerot und zuletzt bis scharlachrot leuchten die Blätter schon von weitem. Im Winter schließlich erkennt man den Wuchscharakter der Pflanze. Entweder wächst die Felsenbirne als locker aufgebauter vielstämmiger Strauch oder als kleinkroniger Baum mit dünnen Ästen.

Standort-/ Pflegeanforderungen
Mit dem Standort ist die Felsenbirne recht genügsam. Während trockene Böden akzeptiert werden, eignen sich dauerfeuchte und verdichtete Böden nur bedingt. Ein Platz in der Sonne steigert den Fruchtertrag. Fröste schaden der Pflanze in der Regel nicht und selbst die Blüten erleben kaum Schäden durch Spätfrost. Die Felsenbirne ist pflegeleicht. Durch gelegentliches Verjüngen (Herausschneiden der ältesten Triebe) fördert man das Wachstum und den Blütenansatz.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Gabriel Abt unter Telefon 09371 501-582.

Original Quelle : landkreis-miltenberg.de

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