Landkreis Miltenberg : Elf „Klimabäume der Zukunft“ am Schulzentrum Elsenfeld gepflanzt

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Als das Thema Klima noch nicht so stark wie heute im Blickpunkt der Öffentlichkeit stand, wurde 2007 die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet ins Leben gerufen. Die Idee dahinter ist so einfach wie gut: Kinder sollen in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen und so gemeinsam für eine faire, lebenswerte Zukunft kämpfen. Auf dem Gelände des Elsenfelder Schulzentrums stehen seit Samstag elf weitere Bäume, die sich hoffentlich auch noch in 100 Jahren bester Lebensbedingungen erfreuen.

90 Kinder nahmen an der Plant-for-the-Planet-Akademie am Julius-Echter-Gymnasium teil. Alle einte das gemeinsame Ziel: Sie wollen aktiv für die Zukunft werden. Egal ob Vorträge, gemeinsames Spiel, die Arbeit in Schulgruppen, Rhetorik-Training oder das Pflanzen von Bäumen – den jungen Menschen, die von Mentoren begleitet wurden, war der Spaß deutlich anzumerken.

Landrat Jens Marco Scherf sprach bei seinem Besuch in der Akademie auch im Namen von Elsenfelds Bürgermeister Matthias Luxem von einem „fantastischen Einsatz“ der Schülerinnen und Schüler, die einen freien Samstag für die Aktion opferten. Eigentlich seien es die Erwachsenen, die Verantwortung für das Klima tragen, sagte er, aber das laufe zurzeit nicht so wirklich gut. „Wir müssen in allen Lebensbereichen überlegen, was wir für die Klimagerechtigkeit tun können“, zeigte sich der Landrat überzeugt und bezeichnete die Kinder als „Vorbilder für die gesamte Gesellschaft.“ Er hoffte, dass die Kinder nicht nur kurz-, sondern auch langfristig Verantwortung übernehmen.

Ein großes Lob hatte er auch für die Umsetzung des Fair-Trade-Gedankens an den beiden Schulen parat.

So arbeite man hier derzeit daran, Fair-Trade-Schokolade mit Plant-for-the-Planet-Banderolen zu versehen, wusste der Landrat. Jörg Giegerich vom Organisationsteam freute sich dabei über eine Unterstützung in Höhe von 2.500 Euro durch die ICO-Betreibergesellschaft Mainsite. Deren Sprecher Thilo Berdami sprach von einem sehr guten Projekt, das die Zusammenarbeit der beiden Schulen fördert und deshalb sehr gerne von Mainsite unterstützt wird. Die Banderolen sollen nach den Sommerferien fertig sein, glaubt Jörg Giegerich.

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Alle packen an, damit elf „Klimabäume der Zukunft“ in Elsenfeld fest im Boden verankert sind – unter anderem (hinten von links) Landrat Jens Marco Scherf, JEG-Leiter Ulrich Gronemann, Bürgermeister Matthias Luxem, Thilo Berdami (Mainsite) und Realschul-Konrektor Rainer Schäfer (verdeckt) sowie einige der insgesamt 90 Schülerinnen und Schüler. Quelle : Landkreis-Miltenberg.de

Nach der kurzen Begrüßung wurde gearbeitet auf dem Schulgelände in der Nähe des großen Parkplatzes. Nicht nur der Landrat und Elsenfelds Bürgermeister Matthias Luxem packten an, sondern auch der Leiter des Julius-Echter-Gymnasiums (JEG), Ulrich Gronemann, Realschul-Konrektor Rainer Schäfer und weitere Erwachsene. Mitarbeiter des Landkreis-Gärtnertrupps hievten die elf Bäume zunächst in die bereits ausgehobenen Pflanzlöcher, wo sie aufgerichtet wurden. Die Kinder schlossen anschließend die Löcher mit Erde und legten Gießrinnen an.

Gepflanzt wurden Bäume, die von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim als „Klimabäume der Zukunft“ geadelt wurden. Gabriel Abt, Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege, benannte die gepflanzten Bäume: Silberlinde, Südlicher Zürgelbaum, Blumenesche, Schnurbaum, Französischer Ahorn und Dreizahnahorn. Bei der Auswahl der Bäume sei auch darauf geachtet worden, dass diese blühen und so auch für Insekten interessant sind. Der Gärtnertrupp werde für das weitere Wohlergehen der Bäume sorgen und diese pflegen, versprach Abt. Zehn Bäume spendiert der Landkreis Miltenberg, einen der Markt Elsenfeld.

Übrigens: Das Ziel der Akademie, eine Million Bäume zu pflanzen, war schon im Jahr 2010 erreicht. Mittlerweile arbeiten Kinder auf der ganzen Welt daran, 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Das ist laut einer wissenschaftlichen Studie problemlos möglich, ohne dass die Bäume in Konkurrenz zu Landwirtschaft oder Siedlungen treten. Falls das gelingt, könnten die Bäume ein Viertel des jährlich vom Menschen verursachten Kohlendioxid-Ausstoßes binden. Die Arbeit geht den jungen Menschen also nicht aus.

Original Quelle : landkreis-miltenberg.de

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