Landkreis Miltenberg : Gartenkultur und Landespflege : Der Ziergarten im Winter – Tipps

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01.12.2018

Der erste Advent ist vorbei und Sie haben noch keinen Adventskranz besorgt? Keine Panik, es muss nicht immer der traditionelle Kranz sein. In der Natur und / oder im eigenen Garten findet sich vieles, was sich für eine weihnachtliche Dekoration eignet. So können von Hagebutte, Feuerdorn oder Stechpalme bunte Früchte eingesammelt, bizarr gewachsene Zweige zusammengetragen und Zweige in unterschiedlichen Grüntönen von Nadelgehölzen – Eibe, Thuja, Wacholder, Scheinzypresse, Tanne, Fichte und Kiefer abgeschnitten werden. Als schmückendes Beiwerk können z.B. Moose oder Zapfen dienen.

Eine weitere Dekorationsmöglichkeit stellen die sogenannten Barbarazweige dar. Hierfür können Sie am Gedenktag der Heiligen Barbara, dem 4. Dezember, Zweige frühlingsblühender Gehölze schneiden, deren Blüte dann zu Weihnachten einsetzt. Überwiegend werden hierfür Zweige von Kirsche, Apfel, Forsythie und Schlehe verwendet. Förderlich für das Öffnen der Knospen ist dabei, dass die Triebe schon einen Kältereiz durch Frost erfahren haben. Nach dem Schneiden der Zweige empfiehlt es sich, diese einige Stunden im Wasserbad „aufzuwecken“, anschließend erneut anzuschneiden und in eine Vase mit handwarmem Wasser zu stellen. Danach wechseln Sie in regelmäßigen Abständen, i.d.R. alle 2 – 3 Tage, das Wasser um das Aufkommen von möglichen Krankheitskeimen zu minimieren. Dabei schneiden Sie die Triebenden nochmals an, um eventuell verstopfte Leitungsbahnen am Ende des Zweigs zu beseitigen. Der optimale Standort für Barbarazweige ist ein heller bis mäßig warmer – unmittelbare Nähe zu Heizungskörpern sollten vermieden werden, da hierdurch die Blütenknospen austrocknen können.

Neben der Möglichkeit den eigenen Garten im Winter als Quelle für Dekorationsmaterial zu verwenden, sollte zum Schutz der Wasserleitungen im Außenbereich der Wasserhahn vor stärkeren Frösten rechtzeitig abgesperrt werden. Wichtig hierbei ist, dass Sie die Leitungen leerlaufen lassen, um Frostschäden auf Grund von vorhandenem Restwasser in den Leitungen zu vermeiden. Bei langanhaltender Frostgefahr empfiehlt es sich auch die Regentonnen zu leeren. Das Wasser kann zum Gießen verwendet werden, da besonders Immergrüne sowie Neupflanzungen sich über Wassergaben im Spätherbst und Winter freuen.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Gabriel Abt unter Telefon 09371 501-582.

Original Quelle : landkreis-miltenberg.de

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