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Die Beerenernte beginnt bereits relativ früh im Jahr und zieht sich je nach Sorte in den Herbst hinein. Doch die Arbeit ist mit dem Ende der sortenbedingten Erntezeit nicht vorbei. Wer eine üppige Ernte im nächsten Jahr haben möchte, kann hierfür bereits nach der Ernte, mit den richtigen Pflegemaßnahmen, die Weichen stellen.

Erdbeere
Das Laub der abgeernteten Erdbeerpflanzen wird stark zurückgeschnitten. Die Herzblätter sollten dabei jedoch unangetastet und unbeschadet bleiben. Eine etwaige Strohunterlage sollte entfernt und der anstehende Boden gelockert werden. Um das Wachstum und die Blütenbildung anzuregen empfiehlt es sich mit Hornmehl biologisch zu düngen und vor allem bei Trockenheit durchdringend zu wässern. Kräftige gesunde Austriebe können las neue Jungpflanzen genutzt werden.

Spätestens nach der dritten Ernte ist es ratsam, das Erdbeerbett zu erneuern. Hierfür sprechen in der Regel die schwindenden Ernteerträge, sowie die höhere Anfälligkeit von Wurzelkrankheiten bei der Bewirtschaftung einer Fläche über einen zu langen Zeitraum. Der optimale Zeitpunkt für die Neupflanzung ist der Juli und August. Hierdurch sind die Pflanzen bis zur kalten Jahreszeit kräftig genug.

Stachelbeere und Johannisbeere
Bei diesen Sträuchern geht es nach der Ernte ans Auslichten. Dabei werden Zweige die schon vier Jahre oder älter sind herausgeschnitten. Zudem werden zu dicht stehende und sich kreuzende Zweige entfernt. Ziel sollte sein zehn bis zwölf (pro Jahr drei bis vier) straff aufrechte Triebe zu erhalten.

Sommerhimbeere
Ende Juli sind die köstlichen Sommerhimbeeren abgeerntet. Die abgetragenen Ruten werden bodeneben abgeschnitten und aus der Anlage entfernt. Sollten währen der Erntezeit einzelne Ruten trotz ausreichendem Wässern mit den Früchten eingetrocknet sein, kann dies für den Befall mit der Himbeerrutenkrankheit sprechen. Da sich die Krankheit auf die Jungruten übertragen kann, sollten diese im Auge behalten werden. Bei Auftreten von violetten oder braunen Flecken ist das Entfernen dieser Jungruten erforderlich. Eine Vielzahl neuer Jungtriebe ist bei wüchsigen Pflanzen keine Seltenheit. In diesem Fall sollten jedoch, zur Schaffung einer guten Durchlüftung, nur zehn bis zwölf der kräftigsten Ruten je laufendem Meter behalten werden.

Brombeere
Nach dem Ernteschluss im September/ Oktober sollten die abgetragenen Ranken abgeschnitten werden. Von den neugebildeten Jungruten werden nicht mehr als vier bis fünf stehen gelassen. Hieraus entwickeln sich im nächsten Jahr wieder viele aromatische Früchte.

Heidelbeere
An optimalen Standorten können Kultur-Heidelbeeren bis zu dreißig Jahre alt werden. Bis zum vierten Standjahr sind neben den Düngergaben zu Beginn des Austriebs und ca. im Mai in der Regel keine Schnittmaßnahmen erforderlich. Danach sollten jedoch regelmäßig im Herbst die drei bis vier Jahre alte Triebe nah an der Basis entfernt werden. Fünf bis acht Triebe sollten dabei stehen bleiben. Hierdurch wird die Pflanze jung, vital und ertragsreich gehalten.

Nach der Ernte ist vor der Ernte. Mit geeigneten Pflegemaßnahmen können gute Ernteerfolge im nächsten Jahr erzielt werden.

Weitere Infos erhalten Sie beim Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg, Herrn Gabriel Abt unter Telefon 09371 501-582.



Original Quelle : landkreis-miltenberg.de

https://wertheim24.de/bildergalerie-baustelle-vollsperrung-der-wertheimer-tauberbruecke/

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