Landkreis Miltenberg – Pressearchiv

Ambitioniertes Kulturprogramm für 2022 und „grünes Licht“ für Steigerung der Pflegeberatung im Landkreis Miltenberg

Kreis Miltenberg.
Ausführliche Informationen gab es in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales am Dienstagnachmittag im Sitzungssaal des Landratsamtes unter anderem über die bisherigen Aktivitäten des von der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) geleiteten Projekts »Open Sozial« und über die Einrichtung eines Pflegestützpunkts im Landkreis Miltenberg.

»Es sind schwierige Bedingungen für uns alle«, bemerkte Landrat Jens Marco Scherf angesichts der steigenden Corona-Infektionen und der damit einhergehenden Einschränkungen. So hatten die Ausschussmitglieder, Gäste und Verwaltungsmitarbeiter Maskenpflicht während der Sitzung und die Abstandsregeln von 1,5 Metern einzuhalten. Zusätzlich wurden kostenlose Corona-Tests vorab angeboten. 

Projekt Open Sozial gewinnt an Dynamik 

»Ein Pflänzchen, das wir hegen und pflegen sollten«, so die Aussage von Landrat Scherf zu dem bisher Erreichten von Open Sozial, der Plattform für soziales Engagement im Landkreis Miltenberg. Joachim Schmitt und Marcus Schuck stellten den Ausschussmitgliedern die Aktivitäten vor und gaben zu bedenken, dass die KAB in ihrer Leitungsfunktion mittlerweile personell an ihre Grenzen stoße. Mit im Boot als Kooperationspartner sind neben dem Landkreis Miltenberg die Caritas, die Aktion Mensch, der Kreisjugendring und der Verein Frauen für Frauen. Mit der Beteiligung von vielen Ehrenamtlichen und der Landkreiskommunen wurde ein Netzwerk geknüpft, das die Qualität des Projekts erweitert hat. Wie Schmitt und Schuck bekannt gaben, wurden mittlerweile sechs Gruppen ins Leben gerufen, die sich mit den Themen Coronaschutz und seine Einschränkungen, Ehrenamt mit Fokus auf Familie und Jugend, gesunde Lebensmittel und Lebenshaltungskosten, Gesundheitswesen und Pflegearbeit, Wohnen, Verkehr und Infrastruktur sowie Integration und Inklusion befassen. Sie werden sich laut Schmitt weiter treffen, um das Prinzip der Nachhaltigkeit zu stärken.

Kulturprogramm verabschiedet 

Mit einstimmigem Votum bedachten die Ausschussmitglieder die Vorschläge und die damit verbundene Finanzierung des Kunstnetzes sowie des Haushaltsplans für die Kulturarbeit des Landkreises und des Kulturwochenherbstes im Jahr 2022. Juliana Fleischmann vom Kulturreferat hatte die Kalkulationen zu den Programmen vorgetragen. Neu in die Kulturarbeit aufgenommen wurde das Projekt »Tanzlandkreis Miltenberg«, das von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird. Inhalt ist, den modernen Tanz in die Kommunen zu bringen.

Einrichtung eines Pflegstützpunktes nimmt an Fahrt auf

Eine ganze Reihe von digitalen Vorlagen hatte Manfred Vill, Leiter des Sozialamtes, auf dem Bildschirm, die er dem Gremium ausführlich erläuterte. So ging es um die Förderung der Beratungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige (BSA), an die ein Pflegestützpunkt (PSP) angedockt werden soll, und um deren bevorstehende Vereinsgründung. Der Landkreis soll dem neuen Verein beitreten. Vill stellte die entsprechende Satzung für den zu gründenden Verein und die Vertragsvorlage für den Pflegestützpunkt vor, ein vertragliches Dreiecksverhältnis, zwischen den Kranken- und Pflegekassen, dem Landkreis und dem Bezirk Unterfranken als kommunale Gebietskörperschaften und dem neuen BSA-Verein. Im Betriebskonzept ist beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Fachstelle für pflegende Angehörige, von Selbsthilfegruppen, der ambulanten Pflegedienste, der Träger der ambulanten und stationären Altenhilfe, dem Sozialdienst des Krankenhauses, der Fachstelle Wohnberatung, der Beratungsstelle Demenz Untermain sowie der Gesundheitsregion PLUS angestrebt. Der Sozialamtsleiter gab bekannt, dass künftig in Obernburg im neuen sozialen Integrationszentrum eine zusätzliche Beratungsstelle eingerichtet werden soll. Als großen Pluspunkt nannte Vill die verbandsunabhängige Beratung mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit der Verbände und privaten Träger. Zum am Dienstag gefassten Empfehlungsbeschluss wird der Kreistag in seiner nächsten Sitzung entscheiden.

Unterstützung für Hospiz- und Palliativzentrum

Das Votum für die finanzielle Unterstützung zum Aufbau eines Hospiz- und Palliativzentrums in Aschaffenburg mit einem Investitionskostenzuschuss von 10.000 Euro für die neuen Geschäftsräume des Pallitiv-Teams Bayerischer Untermain sowie einem weiteren zeitlich gestreckten Zuschuss für ein geplantes Tageshospiz in Abhängigkeit von der Zahl der Belegtage pro Kalenderjahr durch Menschen aus dem Landkreis Miltenberg erfolgte einstimmig.

Flüchtlings- und Integrationsberatung

Die vom Caritasverband im Kreis Miltenberg übernommene Flüchtlings- und Integrationsberatung soll auch in 2022 fortgeführt werden. Der Landkreis hat sie an die Caritas übertragen. Manfred Vill stellte die Fallzahlen vor und begründete, dass auch weiterhin großer Bedarf besteht. Die Fördersumme ist auf maximal 50.000 Euro gedeckelt. Hier besteht auch eine Förderung durch den Freisstaat Bayern nach der Beratungs- und Integrationsrichtlinie des bayerischen Innenministeriums. Laut Vill hat der Diözensancaritasverband auch für 2022 den ungedeckten Anteil für die Personalkosten im Wesentlichen zugesagt, so dass der Kreiscaritasverband auch im kommenden Jahr vorausichtlich nur die Sach- und Gemeinkosten tragen muss.

 

 

Original Quelle by Wertheim24.de

Bildergalerie 196.Michaelismesse Wertheim – Tag der Firmen , Donnerstag 05.10.2017

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