Main-Tauber-Kreis : 78 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 23. Dezember) – Schwelle von 2000 Fällen überschritten


Mittlerweile sind 26 weitere und damit insgesamt 1716 Personen wieder genesen. Derzeit sind 314 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 11, Assamstadt: 33 (+7), Bad Mergentheim: 62 (+19), Boxberg: 18 (+5), Creglingen: 7 (+3), Freudenberg: 5, Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 3, Igersheim: 4, Königheim: 5, Külsheim: 11, Lauda-Königshofen: 39 (+15), Niederstetten: 7 (+3), Tauberbischofsheim: 23 (+5), Weikersheim: 13 (+7), Werbach: 7 (+1), Wertheim: 61 (+13) und Wittighausen: 2. 

Sieben-Tage-Inzidenz bei 176,0 

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch, 23. Dezember, bei 176,0. Eine Woche zuvor, am Mittwoch, 16. Dezember, lag er deutlich niedriger bei 111,0. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (16. bis 22. Dezember) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen. 

Quarantäne im Adam-Rauscher-Haus angeordnet, im Carolinum aufgehoben 

Aufgrund eines Infektionsfalles musste ein Wohnbereich des Pflegeheims Adam-Rauscher-Haus in Tauberbischofsheim unter Quarantäne gestellt werden. Dies beinhaltet ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp. 

Die Quarantäne für einen Wohnbereich des Pflegeheims Carolinum in Bad Mergentheim wurde aufgehoben. Damit sind nun wieder Besuche, Aufnahmen und Verlegungen möglich. 

Gesamtzahl der Infektionen innerhalb von sechs Wochen verdoppelt 

Am Tag vor Heiligabend wurde die Schwelle von insgesamt 2000 bestätigten Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis seit Beginn der Pandemie überschritten. „Diese Zahl erschreckt und zeigt, dass die Gefahr real ist“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona. „Während der ersten Welle von Anfang März bis Ende Mai zählten wir in drei Monaten knapp 400 Fälle im Landkreis. Nun haben wir am 10. November die Wegmarke von 1000 Fällen erreicht, seitdem hat sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle innerhalb von lediglich sechs Wochen auf 2050 mehr als verdoppelt.“ 

Dieser enorme Anstieg sei auch nicht durch erhöhte Testkapazitäten zu erklären, wie häufig vermutet werde. Vielmehr gebe es bei den durchgeführten Testungen einen deutlich höheren Anteil positiver Testergebnisse als noch vor wenigen Monaten. Auch der Anteil an Infizierten, bei denen eine Krankenhausbehandlung erforderlich wird, sowie die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion seien zuletzt wieder deutlich gestiegen. „Diese Entwicklung ist auch deshalb besonders bedenklich, weil der Main-Tauber-Kreis der am dünnsten besiedelte Landkreis in Baden-Württemberg ist – diese Struktur sollte es dem Virus eigentlich schwerer machen, sich zu verbreiten.“ 

Auch an Weihnachten verantwortungsbewusst handeln 

Vor dem Hintergrund des anhaltend hohen Infektionsgeschehens appelliert der Erste Landesbeamte einmal mehr an das Verantwortungsbewusstsein aller Einwohnerinnen und Einwohner des Main-Tauber-Kreises. „Ich habe größtes Verständnis dafür, dass viele Menschen sich nach einem normalen Weihnachtsfest sehnen. Doch das Virus ist heimtückisch und kennt keine Feiertage. Wir müssen leider feststellen, dass die meisten Infektionen – soweit es nachvollziehbar ist – eben dort stattfinden, wo es zu Ansammlungen und Zusammenkünften von Menschen kommt. Das gilt insbesondere auch für Treffen im Familienkreis.“ 

Daher bittet der Erste Landesbeamte darum, auch an Weihnachten auf die Einhaltung der AHA-Regeln – Abstand, Hygiene und Alltagsmaske –, auf regelmäßiges Lüften und die Nutzung der Corona-Warn-App zu achten. Insbesondere jedoch sei die Reduzierung sozialer Kontakte auf das absolute Minimum das beste Mittel, um Infektionen zu vermeiden. 

Grundsätzlich lässt das Land Baden-Württemberg in der Zeit von Heiligabend, 24. Dezember, bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember für private Feiern im privaten Raum Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen zu. Zu diesen Feiern darf auch in der Zeit zwischen 20 und 5 Uhr an- und abgereist werden. Zum eigenen Hausstand dürfen vier Personen aus dem engsten Familienkreis hinzukommen. In privaten Härtefällen darf eine der vier Personen von außerhalb des eigenen Familienkreises kommen. Dies gilt beispielsweise, wenn diese Person ansonsten Weihnachten alleine verbringen müsste. Für Besuche bei engen Freunden und Bekannten gilt weiter die Grenze von maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten. Die Lockerung der Kontaktbeschränkung gilt nur für Zusammenkünfte im Privaten. Spaziergänge sind auch an Weihnachten unverändert nur alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushaltes erlaubt. Bei allen Regelungen zählen Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahren nicht mit. 

„Die Belastung des Gesundheitssystems und aller darin Mitarbeitenden ist bereits jetzt außerordentlich hoch. Wir müssen ein weiteres Hochschnellen der Infektionszahlen nach Weihnachten unbedingt vermeiden. Daher ist es besonders wichtig, auch an Weihnachten die geltenden Regelungen einzuhalten und nicht alles auszureizen, was erlaubt ist. Insbesondere sollten nicht mehrere Besuche und Feiern im jeweils zulässigen Rahmen nacheinander erfolgen. So schmerzlich es auch ist, derzeit ist der Verzicht auf persönliche Kontakte das Gebot der Stunde und ein Ausdruck von Nächstenliebe. Wir werden auch wieder Weihnachtsfeste ohne jegliche Einschränkungen feiern können“, sagt Christoph Schauder. 

Gesundheitsamt setzt Sieben-Tages-Betrieb an den Feiertagen fort 

Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug weist nochmals darauf hin, dass das Gesundheitsamt an den Feiertagen seinen Sieben-Tage-Betrieb unverändert fortsetzt. Kontaktpersonen von Infizierten müssen jederzeit mit einer Kontaktaufnahme durch die Behörde rechnen. Dringende Anfragen können während der Feiertage ausschließlich per E-Mail an gesundheitsamt@main-tauber-kreis.de gerichtet werden. „Wir bitten ausdrücklich, von allen Versuchen einer telefonischen Kontaktaufnahme zum Gesundheitsamt abzusehen, da alle Leitungen für die Kontaktpersonenermittlung benötigt werden“, macht die Dezernentin deutlich. Für allgemeine Fragen steht unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus ein ausführliches Informationsangebot zur Verfügung. Über die Fallzahlen im Zeitraum von Heiligabend, 24. Dezember, bis Sonntag, 27. Dezember, informiert das Landratsamt gebündelt am Sonntag, 27. Dezember.



Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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