Main-Tauber-Kreis : Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR-Koordinierungsausschuss erörtert 71 Anträge

Der Koordinierungsausschuss des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum tagte. Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist eines der wirkungsvollsten strukturfördernden Maßnahmen des Landes Baden-Württemberg. Im Jahresrhythmus reichen Private, Gewerbetreibende sowie Städte und Gemeinden Anträge für strukturverbessernde Maßnahmen wie Umnutzungen zu Wohnraum, Modernisierungen, Betriebserweiterungen und Wohnumfeld-Maßnahmen ein. Jetzt kam der Koordinierungsausschuss im Landratsamt Main-Tauber-Kreis zusammen und erörterte unter Vorsitz von Dezernent Jochen Müssig die Anträge.

Dem Koordinierungsausschuss gehören Barbara Nießen und Heidrun Theis als Vertreterinnen des Regierungspräsidiums, die Bürgermeister Elmar Haas (Ahorn) und Wolfgang Stein (Wertheim) für die Städte und Gemeinden sowie Vertreter der Landkreisverwaltung an. In diesem Jahr wurden 71 Anträge eingereicht, im vergangenen Jahr waren es 97 Anträge. Dafür weisen die diesjährigen Anträge ein Rekordinvestitionsvolumen von 50 Millionen Euro auf. Im vergangenen Jahr waren rund 36,7 Millionen Euro an Investitionen geplant. „Wir freuen uns über dieses Interesse und können schon jetzt an den Anträgen weitere strukturelle Verbesserungen für unseren Main-Tauber-Kreis erkennen“, erklärte Dezernent Jochen Müssig.

Wie in den beiden vorangegangenen Jahren hatte das Ministerium Ländlicher Raum, welches federführend für das ELR verantwortlich ist, den Schwerpunkt auf „Wohnen“ gesetzt. Ausreichender Wohnraum ist gegenwärtig eine drängende Herausforderung. Auch im Main-Tauber-Kreis wird in der Mehrzahl der Städte und Gemeinden Wohnraum für Privatpersonen benötigt. Hier unterstützt das ELR Vorhaben, bei denen beispielsweise leerstehende Hofreiten oder historische Bausubstanz zu modernen Wohnungen entwickelt werden. Wer ergänzend umweltgerecht auf den Einsatz nachhaltiger Baustoffe – beispielsweise Holz – setzt, erhält einen Zuschlag bei der Förderquote.

Bis auf wenige Ausnahmen entsprachen alle Anträge – ob privat, gewerblich oder kommunal – den Vorgaben des ELR. Der Schwerpunkt „Wohnen“ wird voraussichtlich rund die Hälfte der Fördergelder erhalten. Die weiteren Fördergelder sind für die Bereiche Grundversorgung, Gemeinschaftseinrichtungen und Arbeiten vorgesehen. Barbara Nießen vom Regierungspräsidium informierte, dass der ELR-Topf in dieser Vergaberunde voraussichtlich mit 75 Millionen Euro gefüllt sein wird. Diese Gelder werden auf die vier Regierungsbezirke in Baden-Württemberg aufgeteilt.

Der Main-Tauber-Kreis mit seinen Städten und Gemeinden hofft nun, dass auch bei dieser Antragsrunde eine ansprechende Bewilligung für die eingereichten Anträge möglich wird. Da die Antragsvolumen das Programm stets überzeichnen, muss eine Prioritätenliste erstellt werden. Dies ist die Aufgabe der beteiligten Landratsämter, der Regierungspräsidien und des Ministeriums Ländlicher Raum. „Wir hoffen, auch bei dieser Antragsrunde einen Zuschuss zwischen 3,5 und vier Millionen Euro für die Projekte zu erhalten“, sagt Dezernent Jochen Müssig.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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