Main-Tauber-Kreis : Europäische Impfwoche vom 24. bis 30. April

Europäische Impfwoche - Schutz vor Masern Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Im Rahmen der Europäischen Impfwoche 2019 sollen „Impfhelden gewürdigt“ werden, die durch die Impfungen, die sie veranlassen, Leben retten. Zu den „Impfhelden“ werden Eltern und Betreuerinnen und Betreuer, Beschäftigte in Gesundheitsberufen, Politiker und Medien gezählt, die durch ihr Engagement zu höheren Durchimpfungsraten beitragen und dadurch ihr eigenes und das Leben vieler Menschen retten. Zur Impfheldin bzw. zum Impfheld kann jeder werden.

Die Vision der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist und bleibt eine Zukunft, in der jeder frei von der Last von Krankheiten lebt, denen durch Impfungen vorgebeugt werden kann. Dadurch kann jeder einzelne dazu beitragen, dass hoch ansteckende Krankheiten mit möglichen lebensbedrohlichen Erkrankungen erst gar nicht auftreten und gemeinsam eine weltweite Immunität gegen die Infektionen erreicht wird.

Jedes Kind und jede erwachsene Person hat das Recht auf ein gesundes Leben. Um dies zu gewährleisten, muss das Verantwortungsbewusstsein in der Vorbeugung von sämtlichen hoch ansteckenden Kinderkrankheiten geschärft werden. In der Verantwortung steht dabei jeder einzelne, unabhängig von der beruflichen Qualifikation oder dem sozialem Status.

Das persönliche Impfwissen kann zum Beispiel durch ärztliche Beratungen erweitert werden. Den eigenen Impfstatus kann der Arzt mit dem Patienten anhand seines personalisierten Impfpasses prüfen und fehlende Impfungen besprechen und nachholen.

Jedes Elternteil trägt die Verantwortung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen bei seinem Kind durchführen zu lassen. Damit trägt jeder einzelne dazu bei, weltweit eine fundierte Immunität gegen Infektionskrankheiten, gegen die geimpft werden kann, zu erreichen. Mögliche und nicht seltene lebensbedrohliche Folgen zum Beispiel durch die Maserninfektion können dadurch vorgebeugt werden. Positiv zu sehen ist auch, dass eine Impfung, die man bei sich selbst bzw. seinem Kind durchführen lässt, auch den Nächsten schützt, weil man keine Ansteckungsquelle sein kann. So kann jeder ein „Impfheld“ sein.

Ausnahmen sind Personen, die aufgrund anderweitiger schwerwiegender Erkrankungen keine Impfungen erhalten können. Auch sie werden durch das Impfbewusstein der anderen geschützt. Das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises möchte auch Frauen mit Kinderwunsch anhalten, ihren so genannten Impftiter vor einer Schwangerschaft von ihrem Arzt überprüfen zu lassen und eventuelle schwache Titer mit Hilfe einer entsprechenden Impfung aufzufrischen. Somit kann auch ein Ungeborenes bereits im Mutterleib vor gravierenden Erkrankungen geschützt werden.

Auch Personen, die im Gesundheitssystem tätig sind, sowie Politiker tragen dazu bei, die Impfraten zu verbessern, sei es durch Aufklärung, medizinische Beratung oder politische, gesetzliche Entscheidungen.

Das Masernvirus beherrscht die aktuelle politische Debatte und ist weiterhin besorgniserregend. Die Zahl der an Masern Erkrankten in Deutschland und weltweit steigt und hat schon Todesopfer gefordert. Viele junge Erwachsene sind nicht ausreichend gegen Masern geimpft. Alle nach 1970 Geborenen sollten ihren Masern-Impfschutz überprüfen und verpasste Impfungen nachholen.

Ein erfreuliches Beispiel stellt das Poliovirus dar, das durch die Impfungen seit 1988 weltweit um 99 Prozent zurückgedrängt wurde. Somit wurden und werden viele vor der Kinderlähmung und lebenslangen körperlichen Einschränkungen oder sogar vor dem Tod geschützt.

Die standardmäßigen Impfungen richten sich gegen die Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln, Varizellen (Windpocken), Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Poliomyelitis (Kinderlähmung), Rotaviren sowie H. influenzae Typ b. Hierfür stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung. Daneben gibt es einige weitere Infektionserkrankungen wie zum Beispiel die Hepatitis B, Meningokokken, Influenza, Pneumokokken und Humane Papillomaviren, die mittels einer Impfung vorgebeugt werden können.

Insbesondere vor Auslandsreisen sollte jeder überprüfen, welche Infektionskrankheiten in dem jeweiligen Land gehäuft vorkommen und gegen welche vorsorglich geimpft werden sollte. Hierzu kann das Gesundheitsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis Auskunft geben.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

Bildergalerie Baustelle Vollsperrung der Wertheimer Tauberbrücke