Main-Tauber-Kreis : Forstamt schult Forstwirte der Kommune im Umgang mit der Sicherheitskralle

Forstwirte aus dem Main-Tauber-Kreis bei der Arbeit Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Auch im Main-Tauber-Kreis sind zahlreiche Laub und Nadelbäume durch den Trockenstress der letzten Jahre stark geschwächt und sterben ab. Wenn diese Bäume gefällt werden, ist darauf zu achten, dass sie erschütterungsfrei zu Fall gebracht werden. „Gerade bei der Buche entstehen große Gefahren für die Fällenden beim Einschlag dieser Bäume“, erklärt Forstwirtschaftsmeister Stefan Brameier. Bereits wenige Monate nach Sichtbarwerden der ersten Absterbeerscheinungen werden selbst dicke Kronenäste brüchig und können beim Fällvorgang zu lebensgefährlichen Unfällen führen.

Um die Forstwirte im Main Tauber Kreis bestmöglich auf diese gefährliche Holzernte vorzubereiten schult Stefan Brameier, Forstwirtschaftsmeister und Ausbildungsleiter an der Forstwirtsausbildungsstelle in Ahorn-Buch, mit seinem Team seine Kollegen der Kommunen in einer besonderen Fälltechnik. Beim Königsbronner Anschlagsverfahren, so der Name der Fälltechnik, kommt die Sicherheitskralle zum Einsatz. Diese ermöglicht dem Forstwirt, durch das Seilwinden unterstützte Fällen, sich während des gefährlichsten Teils der Fällung, dem zu Fall bringen des Baums, außerhalb des Gefahrenbereiches aufzuhalten.

„Hier besteht Lebensgefahr“, führt die Leiterin des Forstamtes im Main Tauber Kreis, Dagmar Wulfes, aus und rät privaten Waldbesitzern dringend ab, ihre geschädigten Buchen selbst einzuschlagen. Leider seien in Baden Württemberg schon mehrere schwere Unfälle beim Fällen von Buchen mit Trockenschäden geschehen, zwei davon mit Todesfolge. Daher sollen sich private Waldbesitzer an Profis wenden. Auskünfte erteilt das Forstamt unter der Telefonnummer 09341-825220.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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