Main-Tauber-Kreis : Grünkernwochen im Taubertal und Odenwald

Bei den "Grünkernwochen" können Besucher in der Region kulinarische Vielfalt in genüsslichen Variationen entdecken. Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Die Entstehung des Grünkerns geht zurück bis ins Jahr 1660. Der Grünkern wurde aufgrund von Missernten zufällig entdeckt. Durch verregnete, nasskalte Sommer verdarb das Korn bereits vor der Reife. In der darauf folgenden Hungersnot kamen die Bauern auf die Idee, den grünen Spelz (weitläufig als Dinkel bekannt) bereits während der Milchreife, das heißt 14 Tage vor der Vollreife, zu schneiden und die Körner im Backofen zu trocknen. Da jedoch kein gutes Brot aus dem Grünkern gebacken werden konnte, fand dieser hauptsächlich Verwendung als Suppeneinlage. Heute wird der Grünkern mit Mähbinder und Mähdrescher geerntet und anschließend auf der so genannten Darre getrocknet. Der Fränkische Grünkern ist seit 2015 europaweit geschützt und wurde in das europäische Herkunftsregister aufgenommen.

„Bei den gebietsübergreifenden Grünkernwochen können die Besucher aus Nah und Fern bei Gastronomen in der Region kulinarische Vielfalt in genüsslichen Variationen entdecken“, betont Jochen Müssig, Geschäftsführer des Tourismusverbands „Liebliches Taubertal“. „Es gibt Grünkern von deftig bis süß, italienisch oder chinesisch, als Küchle, Risotto oder Pfannkuchen.“

Teilnehmende Betriebe im „Lieblichen Taubertal“ sind das Hotel Panorama in Boxberg, das Hotel Badischer Hof in Tauberbischofsheim, das Gasthaus Ross in Dainbach, die Röttinger „Bürgerstube“, der Gasthof „Hirschen“ in Tauberrettersheim, das Distelhäuser Brauhaus sowie das Gasthaus Brechscheuer (Camping Romantische Straße) in Creglingen-Münster.

Freilich lassen sich auch zu Hause leckere Gerichte mit Grünkern gut selber kochen. Fränkischer Grünkern ist in den Lagerhäusern des Erzeugergebietes, den dortigen Gerbmühlen, Landhandelsfirmen sowie in gut sortierten Fachläden und bei jedem Grünkernerzeuger erhältlich.

Das schmackhafte Thema kann wunderbar auch mit dem Rad erschlossen werden. Möglich macht das der Grünkern-Radweg von Walldürn-Gottersdorf bis Widdern an der Jagst quer durch den Odenwald. Vom „Lieblichen Taubertal“ aus erreicht man den Startpunkt zum Beispiel von Tauberbischofsheim aus über den Odenwald-Madonnen-Radweg, von Lauda-Königshofen kommend über den Main-Tauber-Fränkischen-Rad-Achter. Die Grünkern-Radlerinnen und -Radler haben dabei ideale Vernetzungsmöglichkeiten zu anderen Themen- und Fernradwegen. Themenschilder mit Beschreibung der Sehenswürdigkeiten in den Ortschaften und entlang der Strecke bieten zusätzliche Tipps. Kartendaten, GPS-Tracks etc. können über die Webseiten des „Lieblichen Taubertal“ ganz leicht heruntergeladen werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“ e.V. unter dem Stichwort „Wein und Kulinarik“. Von hier kann der Flyer „Grünkern-Region“ mit Informationen zu den Grünkernwochen und Rezepten heruntergeladen werden. Den Prospekt gibt es außerdem kostenfrei beim Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5805 und -5806, E-Mail touristik@liebliches-taubertal.de, Internet: www.liebliches-taubertal.de.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

Bildergalerie Baustelle Vollsperrung der Wertheimer Tauberbrücke