Main-Tauber-Kreis : Hauptgebäude von Gewerblicher Schule und EPE nach Generalsanierung eingeweiht


Landrat Reinhard Frank zeigte in seiner Ansprache in der Aula die wesentlichen Eckpunkte des Projektes auf. Das Gebäude ist in mehreren Bauabschnitten in den Jahren 1955/56, 1963 und 1981 errichtet worden. Etwa ab dem Jahr 2010 zeigte sich, dass es einer umfassenden Sanierung bedurfte. Im Jahr 2014 hat der Kreistag beschlossen, dieses Projekt umzusetzen. Baubeginn war 2015.

Die sanierte Fläche ohne Keller umfasst rund 9700 Quadratmeter, also fast einen Hektar Schule, auf vier Etagen. Es wurden Fassade, Fenster, Ver- und Entsorgungsleitungen, Heizung, 16 WC-Anlagen und der Aufzug erneuert. Insgesamt 110 Räume wurden saniert, darunter sämtliche Klassen- und Lehrerzimmer, drei Lehrküchen, zwei Friseurräume, die Aula und der Kiosk.

Der Main-Tauber-Kreis hat rund 16 Millionen Euro investiert, davon trug das Land Baden-Württemberg über die Schulbauförderung rund 2,5 Millionen Euro bei. Zusätzlich wurden rund 450.000 Euro in die neue Ausstattung der Schulräume investiert, beispielsweise in interaktive Tafeln und neue Möbel. Mehr als 30 Handwerksfirmen mit insgesamt über 200 Arbeitskräften wirkten mit. Der geplante Kostenrahmen konnte eingehalten werden. Eine besondere Herausforderung stellte die Sanierung im laufenden Betrieb dar. Trotz einer Auslagerung von Klassen nach Igersheim und in Container auf dem Schulhof musste der überwiegende Teil des Unterrichts auch während der Sanierung im Gebäude selbst stattfinden. Insgesamt hätten Sanierung und Neuausstattung des technisch anspruchsvollen Bauwerks außergewöhnliche Anstrengungen und ebensolchen Einsatz verlangt, erklärte der Landrat.

Er machte deutlich, dass die Bildung eines der Top-Themen der Kreispolitik sei. Investitionen in die Bildung gehörten zu den wichtigsten Zukunftsinvestitionen, und Bildung sei die Grundlage für Wohlstand und wirtschaftliche Stärke. Kluge Köpfe würden aber auch aus einem anderen Grund benötigt: „Heute zeigen sich bei uns die bösen Geister der Vergangenheit in neuem Gewand: völkisches Denken, Verharmlosung der NS-Diktatur, Rassismus und Antisemitismus.“ Daher seien alle gefordert, der Jugend durch „Bildung, Bildung und nochmals Bildung den unschätzbaren Wert unserer freiheitlichen Demokratie und unseres Grundgesetzes deutlich zu machen.“

Im Main-Tauber-Kreis werde nicht nur von Bildung gesprochen, sondern etwas dafür getan. In diesem Zusammenhang appellierte er dringend an das Land Baden-Württemberg, die Ausbildung im Beruf Fleischerin und Fleischer mit den entsprechenden Fachverkäuferinnen und Fachverkäufern in Bad Mergentheim zu erhalten. Es sei dem Landkreis als Schulträger ein sehr zentrales Anliegen, mit einer modernen Infrastruktur und einer zeitgemäßen Ausstattung einen optimalen Rahmen zum Lernen bereitzustellen. Allein in das Berufliche Schulzentrum Bad Mergentheim wurden seit 2010 mit dem Neubau von Werkstatt und Fachraumzentrum sowie der jetzt erfolgten Generalsanierung rund 25 Millionen Euro investiert. Auch am Beruflichen Schulzentrum Wertheim stehen Werkstattneubau und Generalsanierung an, und in Tauberbischofsheim „blitzt die Werkstattsanierung am Horizont auf“.

Seinen Dank richtete der Landrat an den Kreistag für die Entscheidungen zugunsten des Projektes und an das Land Baden-Württemberg für die Förderung. Er dankte dem Architekturbüro Roth und Partner und den beteiligten Fachplanern und Unternehmen, außerdem Schulleitungen, Abteilungsleitungen und Lehrkräften für die Mitwirkung an der Planung sowie den Verantwortlichen im Landratsamt unter der Leitung der Dezernenten Jochen Müssig für die Schulverwaltung und Werner Rüger für den Hochbau. Weiterer Dank galt der Schulgemeinschaft für ihre Geduld während der Bauphase, den Hausmeistern, der Schülerin Nathalie Haak für die musikalische Umrahmung der Einweihung sowie Lehrern und Schülern für die Übernahme der Bewirtung. Auch die nachfolgenden Rednerinnen und Redner dankten jeweils allen Beteiligten.

Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten auch Oberbürgermeister Udo Glatthaar und mehrere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter des Kreistags, der Kreisverwaltung sowie der Organisationen des Handwerks, die Leiter aller beruflichen Schulen im Kreis sowie Lehrerkollegium, Elternbeiräte, Förderverein und Schülerinnen und Schüler.



Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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