Main-Tauber-Kreis : Jetzt Förderanträge für ESF-Projekte für das Jahr 2020 2020 stellen

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Aymanejed / Pixabay

Kommunen, Organisationen und Vereine können bis 30. September 2019 Förderanträge für das Jahr 2020 einreichen. Bewilligt werden können ausschließlich ESF-Projekte, deren öffentliche Unterstützung oberhalb der Schwelle von 30.000 Euro liegt. Diese Grenze gilt sowohl für Projekte, die für ein Jahr als auch für solche, die für zwei Jahre beantragt werden.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis ist zwar entspannt und insbesondere im Rechtskreis des Sozialgesetzbuchs II („Hartz IV“) deutlich besser als im Landesdurchschnitt. Dennoch sind Menschen, insbesondere Migranten und Schwerbehinderte, von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen bzw. besteht für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Schul- und Ausbildungsabschluss ein hohes Risiko, nicht in die Arbeitswelt integriert zu werden.

Hier setzt die ESF-Förderung an. Das Mittelkontingent beträgt jährlich 180.000 Euro. Resultierend aus der letztjährigen Ausschreibung stehen für Projekte 2020 bzw. für zweijährige Projekte für 2020/2021 Mittel in Höhe von 137.182 Euro im Jahr 2020 und 180.000 Euro im Jahr 2021 zur Verfügung. Hiermit unterstützt die regionalisierte Umsetzung des ESF in der Förderperiode 2014 bis 2020 zwei spezifische Ziele. Dies ist zum einen das Integrationsziel mit der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind. Zum anderen wird das Bildungsziel verfolgt, das auf die Vermeidung von Schulabbruch und die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit abzielt.

Da der ESF eine Kofinanzierung von 50 Prozent voraussetzt, werden in der Gesamtbetrachtung Projekte im Umfang von jährlich 360.000 Euro für die Verbesserung von Teilhabechancen und der Ausbildungsfähigkeit im Landkreis ermöglicht.

Der Regionale ESF-Arbeitskreis Main-Tauber-Kreis hat Förderschwerpunkte für das Jahr 2020 erarbeitet. Um das Integrationsziel zu erreichen, sollen sich Projekte an mehrere Personenkreise richten. Zunächst wird an Arbeitslose und Langzeitarbeitslose mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen gedacht. Hier sind insbesondere Bezieher von SGB II-Mitteln gemeint, die zunächst sozial und persönlich stabilisiert werden müssen. Die Beschäftigungsfähigkeit wieder herzustellen, ist hier Voraussetzung, um diese Menschen an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Zudem richten sich Projekte nach dem Integrationsziel an Menschen ohne Ausbildung und Migranten. Besonders gute Chancen bieten sich bei Projekten, die einen familienzentrierten Ansatz verfolgen.

Das Bildungsziel fokussiert sich auf junge Menschen im Alter bis zu 25 Jahren. Die Förderung konzentriert sich dabei auf Schülerinnen und Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe, auch mit Migrationshintergrund, die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind und die von schulischen Regelsystemen nicht oder nicht mehr ausreichend erreicht werden können. Daneben wird auf ausbildungsferne und zum Teil marginalisierte junge Menschen, eventuell auch ohne Schulabschluss, die arbeitslos sind, gezielt. Regelhafte Angebote der Übergangs- und Ausbildungssysteme sowie Gruppen- und Klassenangebote der Jugendsozialarbeit reichen hier nicht oder nicht mehr aus, bzw. werden die regulären Beratungs- und Integrationsangebote der Jobcenter oder Arbeitsagenturen nicht wahrgenommen.

Die Anträge müssen direkt bei der L-Bank, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe, eingereicht werden. Die für die Antragstellung verbindliche Arbeitsmarktstrategie für das Jahr 2020 des Main-Tauber-Kreises kann unter www.main-tauber-kreis.de/esf-foerderung abgerufen werden. Dort ist auch der Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen für das Jahr 2020 mit weiteren Hinweisen zu finden.

Alle weiteren Informationen sowie die neuen Antragsformulare sind im Internet unter www.esf-bw.de abrufbar, insbesondere die Hinweise zur Förderperiode 2014 bis 2020 sowie Methodik und Kriterien für die Auswahl von Vorhaben im Rahmen der ESF-Förderperiode in Baden-Württemberg 2014 bis 2020, beschlossen vom ESF-Begleitausschuss am 26. November 2014.

Förderfähig sind nur Projekte, welche die Querschnittsziele „Gleichstellung von Frauen und Männern“, „Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung“, „Ökologische Nachhaltigkeit“ sowie „Soziale Innovation“ unterstützen.

Auskünfte an Projektträger im Main-Tauber-Kreis erteilt Elisabeth Krug, Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Telefon 09341/82-5707, E-Mail: elisabeth.krug@main-tauber-kreis.de.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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