Main-Tauber-Kreis : Kreis treibt Digitalisierung der Beruflichen Schulen voran


Der Main-Tauber-Kreis ist Träger der Beruflichen Schulen in Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim sowie der SBBZ mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung in Unterbalbach bzw. Sprachförderung in Unterschüpf. Die beruflichen Schulen decken ein breites Feld der Schulausbildung bis hin zum gymnasialen Niveau und der dualen Ausbildung im kaufmännischen, gewerblichen sowie sozial- und pflegerischen Bereich ab.

Das Sofortprogramm des Bundes wurde primär zur Anschaffung von digitalen Endgeräten wie Tablets und Laptops genutzt. Aus den Fördermitteln wurden am Standort Bad Mergentheim rund 500 Endgeräte angeschafft, verteilt auf drei Berufliche Schulen. An den Standorten Tauberbischofsheim und Wertheim ist bisher ein Drittel der Fördergelder in die Beschaffung von insgesamt circa 100 Endgeräten geflossen. Hierfür wurden knapp 300.000 Euro ausgegeben. Diese Mittel wurden durch den Bund und das Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Die Beruflichen Schulen in Tauberbischofsheim sowie das Berufliche Schulzentrum in Wertheim, welche das Budget des Sofortprogramms noch nicht vollumfänglich ausgenutzt haben, werden in den nächsten Monaten entsprechende digitale mobile Endgeräte anschaffen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstattung ist der Digitalpakt Schule des Bundes, der auch mit Landesmitteln aufgestockt wurde. Um aus diesem Programm Fördermittel zu erhalten, war es den Beruflichen Schulen auferlegt, Medienentwicklungspläne aufzustellen. Diese beschreiben die notwendige digitale Infrastruktur und die notwendige Ausstattung mit PCs, Laptops, Tablets und weiteren Rechnern. Die Medienentwicklungspläne gehen aber auch auf die digitale Unterrichtsgestaltung und die Fortbildung der Lehrer ein. „Wir freuen uns, dass die Beruflichen Schulen diese Medienentwicklungspläne inzwischen erstellt haben und diese zur Überprüfung dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg vorgelegt werden konnten“, erklärt der zuständige Dezernent beim Landratsamt, Jochen Müssig. Die Berufliche Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung in Bad Mergentheim wird ihren Medienentwicklungsplan noch bis Ende des Jahres 2020 einreichen.

Aus dem Digitalpakt Schule stehen dem Main-Tauber-Kreis 2,2 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Diese werden durch den Main-Tauber-Kreis mit 20 Prozent Komplementäranteilen aufgestockt. Im Jahr 2021 werden von diesen Fördergeldern rund 1,1 Millionen Euro ausgegeben. Die verbleibenden Restmittel sind für Anschaffungen in den Jahren 2022 und 2023 vorgesehen.

In den Digitalpakt Schulen sind auch die SBBZ eingebunden. „Auch dort werden wir die notwendige digitale Ausstattung erwerben, um den Schülerinnen und Schülern gute Chancen für ihre weitere Lebensplanung und Entwicklung an die Hand zu geben“, sagt Landrat Frank.

Alle Entscheidungen sind auch mit dem Kreistag des Main-Tauber-Kreises abgestimmt, der beispielsweise die Komplementäranteile für den Digitalpakt Schule einstimmig bewilligt hat. Der Kreistag wiederum war es auch, der den Bereich Wirtschaft 4.0 nachhaltig unterstützt hat. In diesem Bereich wurde für die Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim verkettete Anlagen angeschafft, die digital gesteuerte Produktionsstraßen simulieren. „Diese Anlagen wurden jetzt in der Sommerpause montiert bzw. werden gerade installiert“, sagt Dezernent Jochen Müssig. Eine solche Anlage befindet sich im Beruflichen Schulzentrum Wertheim bereits seit zwei Jahren.

Ergänzend werden digitale Lernlabore eingerichtet, in Bad Mergentheim mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik, in Tauberbischofsheim mit dem Schwerpunkt Fertigungstechnik und in Wertheim mit dem Schwerpunkt Glasindustrie. Die Ausstattung zum Thema „Wirtschaft 4.0“ wurde durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mit 300.000 Euro und durch Unternehmen im Wege des Sponsorings mit rund 80.000 Euro gefördert. Der Main-Tauber-Kreis wiederum hat rund 300.000 Euro beigesteuert.

In Sachen Wirtschaft 4.0 wird sowohl lokal als auch überörtlich beschult. Die beiden Gewerblichen Schulen in Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim sowie das Berufliche Schulzentrum in Wertheim arbeiten deshalb ortsübergreifend zusammen. Es werden schulübergreifend Produkte erstellt, die einzelnen Arbeitsschritte erfolgen in den unterschiedlichen Lernlaboren.

„Summa summarum sind wir in den Beruflichen Schulen in Sachen Digitalisierung bereits weit vorangeschritten“, sagt Landrat Frank. „Und weitere Verbesserungen wird es in den Jahren 2021 und 2022 geben“.

Um alle Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen, hat bzw. schließt der Schulträger Main-Tauber-Kreis mit Telekommunikationsunternehmen entsprechende Verträge ab, um das bestehende Breitbandnetz zu nutzen, gegebenenfalls auch bis zur Gigabitwelt.

Informationen über die Lehr- und Ausbildungswege an den Beruflichen Schulen sowie über das pädagogische Konzept der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren gibt es unter www.main-tauber-kreis.de/schulen sowie beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Dezernat für Kreisentwicklung und Bildung, Amt für Schulen und ÖPNV, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon: 09341/82-5801, Internet heiko.schnell@main-tauber-kreis.de.



Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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