Main-Tauber-Kreis : Landrat ist Schirmherr der 72-Stunden-Aktion in den katholischen Dekanaten

Landrat Frank übergab Spendenschecks für die 72-Stunden-Aktion Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

„Ich teile die Begeisterung für die Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände aus vollem Herzen“, erklärte Landrat Frank. Innerhalb von 72 Stunden werden in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die „Welt ein Stückchen besser machen“. Dieses Motto ist der Ausgangspunkt aller Aktivitäten im Jahr 2019. „Die 72-Stunden-Aktion war noch nie so wertvoll wie heute, denn weltweit und in Deutschland nimmt die gravierende Ungleichverteilung von Armut und Reichtum immer weiter zu. Mit beispielhaftem ehrenamtlichen Engagement wird ein wertvoller Beitrag für eine bessere Welt geleistet. Das gemeinschaftliche Tun wirkt auch der Gefahr einer ‚individuellen Vereinsamung‘ entgegen, die unser Handy-Zeitalter mit sich bringt“, sagte der Landrat.

Dekan Gerhard Hauk hat die Schirmherrschaft im Dekanat Tauberbischofsheim übernommen. „Es tut der Kirche gut, wenn junge und dynamische Leute aktiv sind“, sagte Hauk und zeigte sich begeistert von der „generalstabsmäßigen Vorbereitung“ durch die Jugendbüros der beiden Dekanate. Im April werde es eine Spendenaktion in allen Gemeinden des Dekanats zu Gunsten der Aktion geben. Für das Dekanat Mergentheim ist der stellvertretende Dekan Bogdan Stolarczyk Schirmherr: „Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion können uns die Jugendlichen angenehm überraschen, Sympathien wecken und überzeugen“, sagte er. Deutschlandweit liegt die Schirmherrschaft bei Kardinal Reinhard Marx und der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey

Die Jugendreferenten der beiden Dekanate, Maxi Scheuermann und Matthias Reeken, erläuterten die Details zur 72-Stunden-Aktion. Die Projekte greifen demnach politische und gesellschaftliche Themen auf, sind lebensweltorientiert und geben dem Glauben „Hand und Fuß“. Die teilnehmenden Gruppen engagieren sich in ihrem lokalen Umfeld und lösen nicht nur soziale Probleme, sondern verbessern auch die örtliche Verbundenheit untereinander.

Aus dem Dekanat Tauberbischofsheim werden sich 15 Jugendgruppen engagieren.

Dabei ist fast das ganze Dekanat vertreten, denn von Freudenberg über Schönfeld bis Klepsau sind Gruppen beinahe aller Seelsorgeeinheiten dabei. Unter dem Motto „Euch schickt der Himmel“ werden vier Gruppen des Dekanats Mergentheim vertreten sein. Es sind nicht nur Gruppierungen der kirchlichen Jugendarbeit zur Aktion eingeladen. In beiden Dekanaten sind daher nicht nur Ministranten und kirchliche Jugendverbände unter den Engagierten. Auch Schulklassen, Sportvereine oder einfach Freundeskreise machen mit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tüfteln, werkeln, denken und gestalten drei Tage lang ein Projekt, das sie sich entweder selbst ausgesucht und eigenständig organisiert haben oder erst zum Startschuss der Aktion am 23. Mai um 17.07 Uhr überreicht bekommen.

Der Kreativität der Aktionsgruppen seien bei den Projekten keine Grenzen gesetzt, sagten Maxi Scheuermann und Matthias Reeken: „Egal ob Engagement in der Geflüchteten-Hilfe, in Seniorenzentren oder im Kindergarten; wichtig ist es, Solidarität mit anderen zu zeigen und mit vollem Einsatz dabei zu sein. Kooperationen mit interkulturellen und interreligiösen Partnern sind ausdrücklich erwünscht, und auch internationale Projekte werden unterstützt.“ Im Jahr 2019 soll der Fokus noch stärker auf sozialen Projekten liegen. Aus der Aktion sollen verstärkt regionale Anstöße für gesellschaftliche und soziale Entwicklung ausgehen. Denn nicht nur Bauprojekte wie Klettergerüste oder die Gestaltung von Grünflächen können nachhaltig erlebbare Aktionen sein. Auch Diskussionsrunden, Straßenfeste oder politische Aktionen wirken noch nach den drei Tagen für eine positive Entwicklung der Gesellschaft.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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