Main-Tauber-Kreis : Landrat Reinhard Frank lobt Verbesserung für Bürger und Mitarbeiter

Investor Peter Greiner und Familie mit LandratFrank bei Schlüsselübergabe Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Bereits seit 2005 habe er sehnsüchtige Blicke auf das frühere Mainkaufhaus geworfen, bekannte Landrat Reinhard Frank bei der Einweihungsfeier im neuen Sitzungssaal. Hierzu waren unter anderem die Mitglieder des Kreistags, Vertreter der am Projekt beteiligten Ämter im Landratsamt sowie die Eigentümerfamilie Greiner eingeladen.

„Von diesem neuen Verwaltungsgebäude profitieren zunächst die Bürgerinnen und Bürger, denn wir bündeln unseren Service weiter an zentraler, gut erreichbarer Stelle. Unser ‚Regierungsviertel‘ liegt im Herzen der Kreisstadt. Es ist eines unserer wichtigsten Ziele, einen guten Bürgerservice zu bieten“, sagte Landrat Frank. Perspektivisch sollten auch noch die vom Landkreis erworbenen Gebäude auf dem früheren Postareal genutzt werden. Dann werde die Kreisverwaltung sehr kompakt in der Innenstadt aufgestellt sein. Bereits heute sind in den Gebäuden im Bereich Gartenstraße/Schmiederstraße rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung tätig.

Außerdem bringe das sanierte Mainkaufhaus eine neue Qualität für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagte der Landrat. Er verwies auf die hellen, freundlichen Büros auf 1650 Quadratmeter Fläche sowie die große Rollregalanlage im Untergeschoss mit ihren Registratur-Beständen auf 600 Quadratmetern. Von dem neuen Sitzungsaal und Besprechungsraum im 3. Obergeschoss mit 315 Quadratmetern profitiere das gesamte Landratsamt. „Das sind gute Räumlichkeiten für Veranstaltungen über den Dächern der Stadt“, sagte der Landrat.

Drittens ergebe sich durch die Sanierung des Gebäudes eine städtebauliche Aufwertung und ein Gewinn für die gesamte Stadt. Nach durchaus reger Diskussion im Kreistag sei das Gebäude nun in 13 Monaten vollkommen saniert worden. Der Landrat dankte allen Beteiligten am Projekt, dem Kreistag, der Familie Greiner für die gute Partnerschaft, dem Amt für Immobilienmanagement mit Dezernent Benjamin Schneider, den Ämtern für Kreistag und Organisation bzw. Informationstechnologie sowie dem Jugend- und dem Verkehrsamt. Alle gemeinsam hätten eine organisatorische Meisterleistung vollbracht.

Bürgermeister Wolfgang Vockel gratulierte zunächst dem Investor Peter Greiner. Das Mainkaufhaus sei über Jahrzehnte ein markantes Gebäude in Tauberbischofsheim gewesen. Mit der Aufgabe des klassischen Kaufhauses Ende der 1990er Jahre sei auch eine ideale Nutzung für die Innenstadt weggefallen. Aber die Handelsstrukturen gäben heute eine Einrichtung wie das frühere Mainkaufhaus nicht mehr her. Nun würden die Mitarbeiter des Kreises das Gebäude auf neue Art beleben und nebenbei auch für Umsätze in der Innenstadt sorgen. Auch aus der Sicht der Stadt als zuständiger Baurechtsbehörde sei das Projekt reibungslos verlaufen. Das sanierte Gebäude sei mit seiner modernen Fassade auch städtebaulich ein Gewinn.

Vermieter Peter Greiner, Geschäftsführer der Greiner Immobilien GmbH in Würzburg, lobte die schnelle Abwicklung des Projekts, das in einer konstruktiven, lösungsorientierten und zielgerichteten Zusammenarbeit entstanden sei. Auch die Stadt Tauberbischofsheim mit Bürgermeister Vockel und der Baurechtsbehörde habe das Projekt unterstützt und wertvolle Impulse in die Planung eingebracht. Die Verlagerung des Eingangs an die Frankenpassage trage dazu bei, diese neu zu beleben. Greiner dankte den Unternehmen und Handwerksbetrieben, die in seinem Auftrag das Gebäude komplett entkernt und umgebaut haben. Es wurde 1969 von Greiners Großvater errichtet. Zuletzt erwarb Peter Greiner die Immobilie von seiner Tante Eva Greiner. Im April 2017 begannen die Umbauarbeiten, bei denen massiv in die Bausubstanz eingegriffen wurde. So wurde ein Aufzugskern mit Treppenhaus über sechs Ebenen eingefügt, es wurden zahlreiche zusätzliche Fensteröffnungen hergestellt und eine ganz neue, wärmegedämmte Fassade geschaffen. Das bisherige Dach wurde komplett entfernt und dafür ein drittes Obergeschoss in Stahlbauweise auf das Gebäude aufgesetzt. Zeitweise waren bis zu 50 Personen gleichzeitig auf der Baustelle tätig.

Das Jugendamt war seit Oktober 2014 vorübergehend in ein ehemaliges Kasernengebäude auf dem Laurentiusberg ausgelagert, da das zuvor genutzte Gebäude in der Museumstraße viel zu klein geworden war. Darüber hinaus ermöglicht die Hinzunahme des ehemaligen Mainkaufhauses zahlreiche weitere räumliche Optimierungen an den benachbarten Objekten des Landratsamtes in den Häusern Gartenstraße 1 und 2 sowie Schmiederstraße 21.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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