Main-Tauber-Kreis : Machbarkeitsstudie für die Frankenbahn startet


Die Bietergemeinschaft RMCon (International Rail Management Consultants GmbH) aus Hannover zeichnet für die Studie verantwortlich.

„Wir setzen darauf, dass durch die Machbarkeitsstudie weitere stabilisierende Maßnahmen für die Frankenbahn ermittelt und auch umgesetzt werden“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Dem Main-Tauber-Kreis ist sehr daran gelegen, dass die Frankenbahn durch Ausbaumaßnahmen in ihrem Bestand gesichert und weiterentwickelt wird. „Wir hoffen, dass die bereits laufenden Maßnahmen wie der Ein-Stunden-Takt zu einem Dauerbetrieb der Regionalbahn führen“, ergänzt Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Er hatte im Rahmen der Auftakt-Veranstaltung darauf hingewiesen, dass neben den bereits vereinbarten Ausbaumaßnahmen an den Bahnstationen Gerlachsheim, Grünsfeld, Zimmern und Wittighausen auch der Abschnitt von Lauda in Richtung Osterburken nicht vergessen werden darf. Der Ausbau an den Stationen Königshofen, Wölchingen, Eubigheim und Rosenberg steht an.

„Die Machbarkeitsstudie ist in mehrere Arbeitspakete gegliedert“, erklärt Dietmar Maier von der NVBW. Diese Pakete wurden in einer Auftaktveranstaltung vom Leiter der Bietergemeinschaft, Dr. Andreas Gille, näher erläutert. Das Arbeitspaket eins befasst sich mit der Erfassung der Rahmenbedingungen und der Aufnahme des Ist-Sachstandes. Hier geht es insbesondere um die Infrastruktur und um den Fahrplan. Die Ist-Erhebung ist die Basis für die Prüfung weiterer Verbesserungen.

Im Arbeitspaket zwei werden die Maßnahmen bewertet. Es werden die Kosten ermittelt und diese dem betrieblichen Nutzen gegenübergestellt. Auf dieser Basis werden die Maßnahmen priorisiert. Das Arbeitspaket drei sieht die Untersuchung von Fahrplankonzepten auf der Frankenbahn vor. Das Arbeitspaket vier prüft, wie die beschlossenen Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden können. Es wird ein Konzept unter Berücksichtigung der Kosten und des betrieblichen Nutzens zu den zusätzlichen Infrastrukturmaßnahmen erstellt. Im Arbeitspaket fünf werden alle Untersuchungsergebnisse dokumentiert.

Dezernent Müssig legt Wert darauf, dass die auftraggebenden Landkreise auch innerhalb der Arbeitsschritte mit einbezogen werden.

Beispiele für die Ist-Erhebung im Arbeitspaket eins sind der Ausbau und die Modernisierung der Stationen, niveaugleiche Bahnsteigzugänge und Verbesserungen der Leit- und Sicherungstechnik an den Bahnstationen Gerlachsheim, Grünsfeld, Zimmern und Wittighausen sowie im bayerischen Abschnitt der Ausbau des Haltepunkts Heidingsfeld-West und im badischen Abschnitt der Umbau des Bahnhofs Osterburken. Dort soll das Stumpfgleises zum Abstellen von Regionalzügen verlängert werden.

Der Main-Tauber-Kreis fordert, dass auch die Stationen Königshofen, Wölchingen, Eubigheim und Rosenberg berücksichtigt werden. Dietmar Maier von der NVBW erklärte, dass zunächst nur der Bahnsteig Königshofen Auswirkungen auf den Betrieb hat. Dort fehlt das zweite Gleis. Deshalb muss aus Sicht des Main-Tauber-Kreises drauf geachtet werden, dass tatsächlich die ganze Strecke ausgebaut wird.

Der Regionalexpresszug Würzburg-Heilbronn-Stuttgart, die Regionalbahn Würzburg-Lauda-Osterburken und die Regionalbahn Osterburken-Heilbronn sollen vorrangig überprüft werden.

Bei Fahrplananpassungen ist zu beachten, dass die Verbindungen am ICE-Knoten Würzburg erreicht werden. Die Fertigstellung von „Stuttgart 21“ und der geplante Deutschlandtakt wirken sich ebenfalls auf die Fahrplangestaltung aus.

Erste Zwischenergebnisse aus der Machbarkeitsstudie wird es im März 2021 und im Mai 2021 geben. Die Abschlusspräsentation ist für Juli oder August 2021 geplant. Im August soll der Abschlussbericht präsentiert werden.

Auftraggeber für den Schienenpersonennahverkehr sind das Land Baden-Württemberg und ab der Landesgrenze Würzburg der Freistaat Bayern. Die Schienenangebote werden von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg beziehungsweise der Bayerischen Eisenbahngesellschaft umgesetzt.

Informationen zur Frankenbahn und zum Regionalbahntakt gibt es unter www.frankenbahntakt.de. Weitere Informationen gibt es bei der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber mbH (VGMT), i-Park Tauberfranken 8, 97922 Lauda-Königshofen, Telefon 09343/6214-0, Telefax 09343 6214-99, E-Mail info@vgmt.de, www.vgmt.de oder das Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Amt für Schulen und ÖPNV, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Dr. Heiko Schnell, Telefon: 09341/82-5801, heiko.schnell@main-tauber-kreis.de.



Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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