Main-Tauber-Kreis : Müllentsorgung – Im landesweiten Vergleich weiter günstige Gebühren

Alle Restmüll-, Biomüll- und Papiergefäße erhalten eine eigene Identifikationsnummer und einen Chip. Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

„Dies gilt umso mehr, als die Müllentsorgung im Main-Tauber-Kreis weiterhin vergleichsweise günstig bleibt. Aus der offiziellen Abfallbilanz des Landes Baden-Württemberg, die Umweltminister Franz Untersteller jährlich vorstellt, geht hervor, dass der Durchschnittshaushalt in Baden-Württemberg 156 Euro für die Müllentsorgung ausgibt, ein Durchschnittshaushalt im Main-Tauber-Kreis aber nur 120 Euro. Auch im Jahr 2020 werden die Gebühren im Main-Tauber-Kreis im Vergleich zu den baden-württembergischen Nachbarkreisen weiterhin die günstigsten sein“, informiert der Leiter des AWMT, Dr. Walter Scheckenbach.

Als Gründe für die Anhebung der Müllgebühren nennt Dr. Scheckenbach höhere Ausgaben bei der Restmüllentsorgung, bei der Sammlung und Verwertung des Bioabfalls sowie in der Verwaltung, konkret bei der Abwicklung von Änderungen bezüglich der von den Haushalten bestellten Müllbehälter. Als neuer Kostenfaktor sind Maut-Ausgaben im Rahmen des Transports von Müll hinzugekommen.

Eine weitere Komplikation hat sich daraus ergeben, dass die Müllgebühren im Zwei-Jahres-Rhythmus neu kalkuliert werden müssen, während die Ausschreibung und Vergabe der Entsorgungsleistungen nur alle sieben Jahre zu erfolgen hat. Bei der letzten Kalkulation im Jahr 2017 war die zeitliche Konstellation somit ungünstig, da die neuen Gebühren ab 1. Januar 2018 galten, die Ausschreibungsergebnisse aber erst im April 2018 vorlagen. Somit konnten die Mehrkosten, die sich nach der europaweiten Ausschreibung der Entsorgungsdienstleistungen ergeben haben, erst jetzt in die neue Kalkulation für die Gebühren ab 2020 eingepreist werden.

Die anhaltend hohe Konsumfreudigkeit der Bürgerinnen und Bürger spiegelt sich in der stärkeren Frequentierung der Recyclinghöfe wieder. Hier haben sich die Kosten um 800.000 Euro erhöht. Die stetig fallenden Erlöse bei der Altpapiervermarktung haben dagegen dazu geführt, dass sich die Einnahmen hier gegenüber der letzten Kalkulation um mehr als eine Million Euro verringert haben.

Bei der letzten Gebührenkalkulation konnte beim Ergebnisausgleich aus den Vorjahren ein Betrag von 4,1 Millionen Euro zur Gebührenstabilität ausgeschüttet werden. Dies waren bei der Gebührenkalkulation für die Jahre 2020 und 2021 nur noch 3,3 Millionen Euro. „Die Erhöhung der Ausgaben bei gleichzeitiger Verringerung der Einnahmen hat gegenüber der letzten Kalkulation eine gebührenrechtliche Finanzierungslücke von 4,9 Millionen Euro aufgezeigt, welche nur durch die Erhöhung der Gebühren ausgeglichen werden kann“, fasst Dr. Walter Scheckenbach zusammen.

Der 60-Liter-Restmüllbeälter kostet ab 2020 54 Euro im Jahr (bisher 44 Euro), die 80-Liter-Biotonne 66 Euro (bisher 55 Euro). Die neue Satzung mit allen neuen Preisen für die Abfallentsorgung für den Gebührenzeitraum 2020 und 2021 ist unter www.main-tauber-kreis.de/abfallwirtschaft im Bereich „Formulare und Merkblätter“ > „Sachgebiet Verwaltung“ abrufbar. Dort können auch die neuen Vordrucke für die Anmeldung, die Ummeldung, die Abmeldung und für Änderungen von Müllgefäßen sowie das SEPA-Lastschriftmandat heruntergeladen werden.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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