Main-Tauber-Kreis : Nicht die Hitze und die Trockenheit – Buchsbaumzünsler – Was nun?

Vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumhecke Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Es sind nicht die Hitze und die Trockenheit, die den Buchsbäumen momentan in unseren Gärten zu schaffen macht, sondern es ist der Buchsbaumzünsler. Hecken und Sträucher, die über Jahrzehnte liebevoll gepflegt wurden, werden durch die gefräßigen Raupen in kurzer Zeit zum Absterben gebracht. Braune, abgestorbene Buchsbaumhecken gehören gerade vielerorts zum Ortsbild.

Was ist zu tun? Pflanzenschutzberater Hartmut Lindner vom Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises weist darauf hin, dass sich der neue Schädling inzwischen hier etabliert hat und Buchsbäume nur zu halten sind, wenn sie dauerhaft 2x pro Jahr, termingerecht mit den entsprechend zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Kleine Sträucher oder Büsche können natürlich auch regelmäßig mit einem scharfen Wasserstrahl abgespritzt und die Raupen mechanisch entfernt werden. Je größer und je dichter die Büsche aber sind, desto schwieriger werden die Bekämpfungsmaßnahmen.

Wenn alles Blattgrün getilgt ist, nagen die gefräßigen Raupen auch die Rinde der Zweige ab. Sofern die Rinde der Sträucher noch intakt ist, können diese zurückgeschnitten werden. Aus einem ehemals großen Busch, kann so ein kleiner, leichter zu pflegender Strauch entstehen. Entgegen mancher Meinung können gerodete Büsche wie anderer Grünschnitt über die Biotonne oder über Kompostplätze entsorgt werden. Verbrennen oder eine spezielle Entsorgung des Schnittguts ist nicht erforderlich.

Sollen Buchsbäume dauerhaft Freude machen, sind 2 Pflanzenschutzmaßnahmen je Jahr unausweichlich. Als Mittel können beispielsweise Dipel ES, Schädlingsfrei Careo oder Neem eingesetzt werden. Die erste Behandlung sollte Mitte April, die zweite Behandlung Ende Juni bis Anfang Juli erfolgen. Kleine Raupen werden gut mit Dipel ES, größere Raupen besser mit Careo oder Neem erfasst. Bei der Behandlung ist eine ausreichende Blattbenetzung, auch des Innenbereichs der Sträucher, besonders wichtig.

Weitere Informationen können beim Landwirtschaftsamt des Main-Tauber-Kreises unter der Rufnummer 07931-4827-6307 eingeholt werden.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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