Main-Tauber-Kreis : Sechs neue Coronavirus-Infektionen (Zahlen 19. Oktober) – Weitere Schule geschlossen

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Aufgrund umfangreicher Quarantäneanordnungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim hat das Gesundheitsamt in Abstimmung mit Schulleitung und Stadtverwaltung die Schließung der Einrichtung für den Präsenzunterricht ab Dienstag, 20., bis Freitag, 23. Oktober, verfügt. Danach beginnen die Herbstferien. Fernunterricht bleibt auch in dieser Woche möglich. 

Darüber hinaus wurden Teile von fünf Klassen der Gemeinschaftsschule Wertheim sowie eine Klasse der Grundschule Schweigern unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt bittet dringend darum, von Anfragen zu Quarantäneanordnungen abzusehen, um den schnellstmöglichen Ablauf der Kontaktpersonenermittlung nicht zu beeinträchtigen. Alle Quarantänepflichtigen bzw. deren Erziehungsberechtigten werden aktiv durch das Gesundheitsamt kontaktiert und über die weiteren Schritte informiert. 

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind elf weitere und damit insgesamt 575 Personen wieder genesen. Derzeit sind 106 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 40 (+1), Boxberg: 12, Creglingen: 0, Freudenberg: 1, Großrinderfeld: 4, Grünsfeld: 2 (+1), Igersheim: 10, Königheim: 1, Külsheim:1 (+1), Lauda-Königshofen: 5 (+1), Niederstetten: 5, Tauberbischofsheim: 7 (+1), Weikersheim: 12 (+1), Werbach: 0, Wertheim: 6 und Wittighausen: 0. 

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis liegt am Montag, 19. Oktober, bei 49,2. Er beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (12. bis 18. Oktober) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen. Angaben anderer Quellen können aufgrund von Meldeverzögerungen davon abweichen. Mit dem aktuellen Wert liegt der Main-Tauber-Kreis knapp unterhalb der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. 

Schulen: Zutritts- und Teilnahmeverbot für Maskenverweigerer 

Wie berichtet, hat das Kultusministerium die Corona-Verordnung Schule angepasst und spezielle Regelungen für Phasen getroffen, in denen die Pandemiestufe 3 gilt. Dies ist seit Montag, 19. Oktober, der Fall, weil die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner beträgt. Nur unter diesen Vorzeichen gelten die entsprechenden Maßnahmen. Insbesondere gilt damit – wie berichtet – die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ab Klasse 5 in den weiterführenden Schulen sowie in den beruflichen Schulen auch während des Unterrichts. 

Eine weitere Änderung in der Corona-Verordnung Schule besteht darin, dass ein Zutritts- und Teilnahmeverbot für Lehrkräfte und andere Personen aufgenommen wurde, die entgegen der rechtlichen Vorgaben keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Diese Regelung gilt nicht für Schülerinnen und Schüler sowie für Personen, die aus gesundheitlichen oder sonstigen zwingenden Gründen keine Maske tragen können. Lehrkräfte, die sich weigern, den Vorgaben der Verordnung nachzukommen und keine Maske tragen, verletzen dann ihre Dienstpflicht. Sie dürfen das Schulgelände nicht betreten bzw. müssen dieses verlassen und sind dem zuständigen Regierungspräsidium zu melden. Wollen Schülerinnen und Schüler keine Maske tragen, so soll die Schule pädagogisch angemessen vorgehen, um die Maskenpflicht durchzusetzen. Sofern pädagogische Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, können die Schulen auch auf Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen zurückgreifen, insbesondere auf einen zeitweiligen Ausschluss vom Unterricht. 

Die Verordnung legt weiterhin fest, dass die Nutzung der Schulen für außerschulische Zwecke eingeschränkt wird und dass außerunterrichtliche Veranstaltungen bei Ausrufung der Pandemiestufe 3 ausgesetzt werden. Für den Sportunterricht gilt, dass Kontaktsportarten sowie alle Betätigungen, für die ein unmittelbarer Kontakt erforderlich ist, nicht erlaubt sind. 

Das Kultusministerium hat auch seine Hygienehinweise an den aktuellen Stand der Verordnung angepasst. Wie vom Umweltbundesamt empfohlen, soll alle 20 Minuten eine Stoßlüftung für drei bis fünf Minuten stattfinden. In einer Handreichung zur Maskenpflicht wird darüber hinaus geklärt, dass das Lehrerzimmer als Begegnungsfläche zu sehen ist und somit dort Maskenpflicht gilt. Auch wie mit Ausnahmen von der Maskenpflicht umzugehen ist, wird in dem Schreiben erläutert.



Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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