Main-Tauber-Kreis : Über Organspende informieren, diskutieren und entscheiden – Eintritt zur Infoveranstaltung ist frei

Eine Veranstaltung zum Thema "Organe spenden = Überleben schenken" findet am Mittwoch, 13. Mäz, statt. Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Es ist nicht neu, dass es deutlich mehr Menschen gibt, die auf ein Organtransplantat warten, als Menschen, die freiwillig ihre Organe spenden. „Der Tiefstand an durchgeführten Transplantationen im Jahr 2017 muss uns zum Umdenken bewegen. Der Vorschlag von Gesundheitsminister Spahn zur doppelten Widerspruchslösung bringt neues Leben in die Debatte“, erklärt Sozialdezernentin Elisabeth Krug vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis.

Die KGK Main-Tauber-Kreis greift mit der Veranstaltung im Kursaal die Diskussionen auf politischer und regionaler Ebene auf und möchte dem Wunsch nach mehr aktuellen Informationen zum Thema Organspende nachkommen. So spricht Privatdozentin Dr. Christina Schleicher, die Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) Region Baden-Württemberg, über die neue Chance für Organspende und gibt die Gelegenheit, direkt Fragen zu stellen.

Zudem werden regionale Experten von ihren Erfahrungen berichten. Dr. med. Freiherr Wilhelm von Lamezan, Ärztlicher Direktor, Leiter des Rettungsdienstes und Transplantationsbeauftragter der Rotkreuzklinik Wertheim, wird von dem steinigen Weg bis zur Transplantation erzählen. Anschließend wird Dr. med. Jochen Selbach, Chefarzt der Nephrologie des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim und Vorsitzender der Kreisärzteschaft Bad Mergentheim, aufzeigen, wie es nach der Transplantation weitergeht.

Ein Höhepunkt im Programm ist der Auftritt des Panik-Paten von Oberlauda. Das offizielle Udo-Lindenberg-Double hat selbst eine transplantierte Niere. Wie es dazu kam und was das für seinen Alltag bedeutet, wird er in Bad Mergentheim berichten. Zudem wird er das Programm musikalisch abrunden.

Neben den Vorträgen gibt es auch jede Menge Infomaterial zum Mitnehmen. „Unsere Veranstaltung soll dazu anregen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen: Möchte ich meine Organe spenden?“, erklärt Daniela Glaser, Leiterin der Geschäftsstelle Kommunale Gesundheitskonferenz. Wichtig ist, diese Entscheidung den Angehörigen mitzuteilen und im Organspendenausweis festzuhalten, ganz gleich wie die Entscheidung ausfällt. Der Ausweis sollte stets mitgeführt werden. Ansonsten müssen im Ernstfall die nächsten Angehörigen entscheiden, ob die Organe gespendet werden sollen.

Der Eintritt zur Infoveranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Informationen zur Veranstaltung „Organe spenden = Überleben schenken!“ gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Gesundheitsamt, Daniela Glaser, Albert-Schweitzer-Straße 31, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5582, Fax 09341/828-5560, E-Mail: daniela.glaser@main-tauber-kreis.de. Weiterführende Informationen gibt es im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/gesundheitskonferenz, unter www.organspende-info.de und unter www.dso.de.

Info:

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO):

  • haben 36 Prozent der Deutschen einen Organspendenausweis,
  • standen im Jahr 2017 14.773  Menschen auf der Warteliste von Eurotransplant,
  • wurden davon 797 Transplantationen durchgeführt,
  • und wurden im Jahr 2018 955 Transplantationen durchgeführt,
  • was einem Anstieg um knapp 20 Prozent entspricht.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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