Main-Tauber-Kreis : Wirtschaftsförderung legt Arbeitsschwerpunkte fest

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Frühjahrs-Arbeitssitzung der Wirtschaftsförderung Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Geschäftsführer Dr. Andreas Schumm von der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken berichtete über die Aktivitäten der Region auf der Bundesgartenschau Heilbronn 2019. Er wies darauf hin, dass sich die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken, die Handwerkskammer Heilbronn-Franken, die Landkreise in der Region und einzelne Unternehmen in das Konzept einbringen. So sollen während der Bundesgartenschau vom 17. April bis 6. Oktober 2019 kurze prägnante Botschaften über die Gesamtregion an die Besucher vermittelt werden. „Wir setzen darauf, dass auch der Main-Tauber-Kreis wahrnehmbar ist“, richtete Dezernent Jochen Müssig noch einmal den Appell an Geschäftsführer Dr. Schumm. Die visuelle Wahrnehmbarkeit des Landkreises ist eine Vorgabe des Kreistages.

Neben den Botschaften zur Wirtschaft, Lebensqualität und Kultur wird es ergänzend auch ein touristisches Engagement geben. „Hier haben sich die touristischen Organisationen Kraichgau-Stromberg, Odenwald, Hohenlohe und ‚Liebliches Taubertal‘ entschlossen, einen kulinarischen Spazierweg anzulegen“, erläuterte Müssig weiter. Damit sollen die Spezialitäten der Region herausgestellt werden.

Auf der Bundesgartenschau besteht die Möglichkeit, sich tageweise auf den Bühnen zu präsentieren. Der Landkreis wird hierzu mit den Städten und Gemeinden eine Abstimmung über Art und Umfang der Präsentationen herbeiführen.

Dr. Schumm ging auch auf das geplante Digital Hub in Künzelsau ein. Hierbei handelt es sich um eine neu zu schaffende Drehscheibe, um ergänzend digitale Vorgänge in den Unternehmen und in anderen Lebensbereichen zu unterstützen. Es geht um die Aus- und Fortbildung von Arbeitnehmern, Beratungen über Fördergelder und Hilfestellungen bei der Einführung von beispielsweise Wirtschaft 4.0. Dr. Schumm betonte, dass neben der Zentrale in Künzelsau auch Außenstellen, unter anderem in Bad Mergentheim, geschaffen werden. Diese Aktivitäten sollen auch mit Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) koordiniert werden. Der Leiter des DHBW-Campus in Bad Mergentheim, Prof. Dr. Seon-Su Kim, strebt die Einführung neuer digitaler Studiengänge an.

Im weiteren Verlauf wurde über die Maßnahmen zur Bewerbung des Wirtschaftsstandortes Main-Tauber-Kreis und die Kampagnen „Karriere daheim“ sowie „Zukunft Main-Tauber“ berichtet. Vorgestellt wurde die neue digitale Gewerbeflächenbörse. Kommunen im Landkreis haben hier die Möglichkeit, ihre Angebote für Gewerbeimmobilien und Gewerbeflächen mit Beschreibung, Fotos und zusätzlichen PDF-Dokumenten einzustellen. Zu jedem Eintrag kann per Mausklick ein PDF-Exposé erzeugt und heruntergeladen werden. Interessierte können sich unter www.main-tauber-kreis.de/gewerbeflaechenboerse über die Einträge informieren.

„Um unsere Marketing-Kernthemen wachzuhalten, haben wir alle Facetten des klassischen Marketings besetzt“, erklärte Dezernent Müssig. Hierzu wurde auf Pressemeldungen, Anzeigen, Fernsehbeiträge sowie Rundfunkspots hingewiesen. Berichtet wurde auch über die verschiedenen Messeeinsätze, unter anderem bei den Hochschulkontaktmessen in Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt.

„Diese Einsätze sind für die Wirtschaftsförderung lohnenswert, denn es können pro Messemeeting durchschnittlich hundert Gespräche mit wissenschaftlichem Nachwuchs geführt werden“, erklärten die Vertreter der Wirtschaftsförderung. Die gesammelten Kontaktdaten gehen auch an die Unternehmen, damit auch von dort aus das Interesse für den Main-Tauber-Kreis und die hier mögliche „Karriere daheim“ geweckt werden kann. Müssig bat deshalb die Anwesenden, bei ihren Kontakten zu Unternehmen auf die Möglichkeiten der Hochschulkontaktmessen hinzuweisen. Besonders gesucht werden Möglichkeiten für Praktika und Bachelor- oder Masterarbeiten.

Ausführlich wurde das Engagement auf der bundesweit größten Immobilien und Wirtschaftsförderungsmesse, der „Expo Real“ im Oktober 2018 in München, diskutiert. Bürgermeister Wolfgang Vockel (Tauberbischofsheim) und weitere Bürgermeister erkundigten sich nach der bisherigen Resonanz auf diesen Messeauftritt und die Vorgehensweise. Allen Gesprächsteilnehmern ist bewusst, dass auf der Expo Real nur dann Erfolge erzielt werden können, wenn attraktive Angebote für Gewerbeflächen oder Gewerbebrachen vorliegen. Es wurde vereinbart, in der Herbstarbeitssitzung im November erneut über die Expo Real zu sprechen. Dann liegen die aktuellen Ergebnisse der diesjährigen Messe vor.

Übereinstimmend wurde vereinbart, die Aktivitäten der Landkreiswirtschaftsförderung für den Wirtschaftsstandort, insbesondere die Themen „Karriere daheim“ und „Zukunft Main-Tauber“, nahtlos fortzusetzen.

Ein zentrales Thema der Arbeitssitzung war der Sachstandsbericht zum Breitbandausbau. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der erforderlichen Tiefbauarbeiten erfolgt. „Es liegen uns keine Hinweise vor, dass der Fertigstellungstermin Ende Dezember 2018 nicht gehalten werden kann“, sagte Dezernent Müssig. Ergänzend zum Basiskonzept, welches eine Mindestbreitbandversorgung von 50 Mbit/s vorsieht, ist inzwischen auch die Anbindung der Schulen und Bildungseinrichtungen unmittelbar mit Glas angelaufen. Alle Schulen werden bis Ende 2019 angeschlossen sein.

Im nächsten Schritt wird es um das Konzept der verbleibenden „weißen Flecken“ zum Anschluss an das schnelle Netz gehen. In der Summe sind rund 170 Anschlüsse betroffen, die sich überwiegend außerhalb von Ortsbebauungen befinden. Dort lässt sich nur eine unmittelbare Glasfaseranbindung verwirklichen. Die Wirtschaftsförderung kündigte deshalb an, alle Städte und Gemeinden anzuschreiben und über die gegenwärtig noch nicht zur Anbindung vorgesehenen Anschlüsse zu berichten. „Wir gehen davon aus, dass wir auch für diese Anschlüsse ein interkommunales Miteinander erreichen“, war die Meinung der anwesenden Bürgermeister. Das Konzept „Erschließung der restlichen weißen Flecken“ ist dann auch noch im Kreistag des Main-Tauber-Kreises vorzustellen. Wenn eine Bundes- und Landesförderung zur Verfügung gestellt wird, kann die Umsetzung erfolgen.

Kurz erörtert wurde das Thema „Klimaschutzkonzept für den Main-Tauber-Kreis“. Es soll im Juli im Kreistag beschlossen werden. Zuvor steht noch der Klimagipfel am Dienstag, 15. Mai, in Bad Mergentheim an. „Ergänzend streben wir an, mit den Städten und Gemeinden eine freiwillige Vereinbarung zu erzielen, damit in einem guten Miteinander die Themen Energieeinsparung, regenerative Energiegewinnung und nachhaltige Mobilität vorangebracht werden können“, sagte Dezernent Jochen Müssig. Die Städte und Gemeinden werden einen von der Wirtschaftsförderung ausgearbeiteten Vereinbarungsentwurf erhalten.

Mit den Hinweisen zu den Bemühungen um Existenzgründungen und den Themen Hannover-Messe 2018 sowie 2019 wurde die Arbeitssitzung in einem guten Einklang beendet.

Informationen zum Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis sowie zu den Städten und Gemeinden im Landkreis gibt es zentral bei Wirtschaftsförderung, c/o Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5708, E-Mail wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de, Internet unter www.main-tauber-kreis.de/wirtschaft.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

 

 

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