Main-Tauber-Kreis : Wirtschaftsförderung legt kommende Aufgabenfelder fest

Rathaus Wertheim / Tauberseite Arkadensaal

Diesmal bildete der Bericht von Thomas Leykauf von der Industrie und Handelskammer Heilbronn-Franken zum Serviceangebot „Finanzierungscheck“ für kleine und mittlere Unternehmen den Auftakt. Unternehmen, die der IHK Heilbronn-Franken angehören und mindestens seit drei Jahren auf dem Markt sind, können sich bei neuen Aufgaben oder Herausforderungen – beispielsweise Digitalisierung oder teure Lagerhaltung – noch einmal hinsichtlich ihrer Finanzausstattung prüfen lassen. In der Aussprache wurde hierzu unter anderen durch Vorstandsvorsitzenden Peter Vogel von der Sparkasse Tauberfranken und Bürgermeister Wolfgang Vockel (Tauberbischofsheim) Wert darauf gelegt, dass die jeweiligen lokalen Hausbanken gleich von Anfang an in diese Beratungen mit einbezogen werden.

Dezernent Jochen Müssig informierte über die seit der letzten Arbeitssitzung im Mai umgesetzten Marketingmaßnahmen. Hierbei ging er auf die Standortwerbung durch Anzeigen sowie Rundfunkspots ein. Hinzu kamen redaktionelle Beiträge in lokalen und regionalen Zeitungen.

Amtsleiter Rico Neubert erläuterte das Engagement der Wirtschaftsförderung auf der Expo Real vom 8. bis 10. Oktober in München. Die Aussprache belegte, dass diese Messe auch künftig besucht werden sollte. „Es ist wichtig, dass wir uns zeigen“, sagte Bürgermeister Klaus Kornberger (Weikersheim). Auf der Expo Real geht es um die Vermarktung von Gewerbeflächen und -brachen und um die Kontaktaufnahme zu Dienstleistungsunternehmen.

Hinsichtlich des Marketings wurden die Filmbeiträge über Städte und Gemeinden sowie einzelne Unternehmen in TV Mainfranken in Erinnerung gerufen. Ebenso wurde über die besuchten Hochschulkontaktmessen berichtet, bei denen um wissenschaftliche Nachwuchskräfte geworben wird. „Der Fokus unserer Aktivitäten liegt außer auf der Standortwerbung auf den Kampagnen ‚Karriere Daheim‘ und ‚Zukunft Main-Tauber‘, sagte Jochen Müssig.

Die Marketingaktivitäten sollen auch in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Zugesagt wurde, noch intensiver mögliche Social Media-Kanäle zu nutzen. Gedacht ist an Werbung für die Wirtschaft an Main-Tauber über Instagram und YouTube. Ebenso werden die Aussagen hinsichtlich der Zielgruppenansprache stetig überprüft.

Im Fortfolgenden wurde über den aktuellen Zwischenstand zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum 2019, den durch Landrat Reinhard Frank gemeinsam mit Laudatoren verliehenen Zukunftspreis Main-Tauber-Kreises 2018 und zum Sachstand der Umnutzung des Klosters Gerlachsheim zum Bildungs- und Dienstleistungshaus berichtet. Ebenso gab es Informationen zu den bestehenden LEADER-Kulissen Hohenlohe-Tauber und Badisch-Franken. Der jetzt in Hohenlohe-Tauber laufende Projektaufruf ist noch bis 16. Januar 2019 geöffnet. In der Kulisse Badisch-Franken wird der nächste Projektaufruf für Januar/Februar 2019 erwartet. Die in den LEADER-Förderkulissen zum Einsatz kommenden Fördermittel können für private, gewerbliche und kommunale Projekte eingesetzt werden. Wichtig ist, dass die Maßnahmen in die jeweiligen Handlungsfelder der LEADER-Kulissen passen. Auskunft hierzu können für Hohenlohe-Tauber per E-Mail an thomas.schultes@hohenlohekreis.de und für Badisch-Franken per E-Mail an info@leader-badisch-franken.de eingeholt werden.

Vorausschauend wurde festgelegt, im April 2019 die Hannover Messe und dort die ausstellenden Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis zu besuchen. „Dies gehört einfach zu einem guten Dialog von Verwaltung und Wirtschaft dazu“, lautete der Tenor aus dem Kreis der Teilnehmer. Breiten Raum nahm auch die Entwicklung des Mietwohnungsbaues im Landkreis ein. Es besteht Bedarf, um beispielsweise dringend gesuchten Facharbeitskräften einen entsprechenden Wohnraum bieten zu können. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises wird deshalb Städte und Gemeinden mit gegebenem Interessen hinsichtlich der Entwicklung eines Gesamtkonzeptes ansprechen.

Nach den der Kreisverwaltung vorliegenden Informationen wird die Breitbanderschließung im Rahmen des Basiskonzeptes sukzessive zwischen Dezember 2018 und März 2019 abgeschlossen sein. Konkrete Informationen zu den gegenwärtig vorliegenden Fertigstellungsterminen gibt es unter www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau.

Im Sinne des integrierten Klimaschutzkonzeptes werden nun die Leuchtturmprojekte „Solardachinitiative“ gemeinsam mit der Volksbank Main-Tauber eG und der Volksbank Vorbach-Tauber eG und „Energieeffizienz“ gemeinsam mit der Sparkasse Tauberfranken angegangen. In beiden Projekten sind die lokalen Energieunternehmen Stadtwerk Tauberfranken, Stadtwerke Wertheim und Überlandwerk Schäftersheim eingebunden. Diese Projekte wird die neue Geschäftsführerin der Energieagentur, Stefanie Schaupp, federführend leiten.

Zum Abschluss sprach Dezernent Müssig das Thema „Existenzgründerberatung“ an. In Zeiten der Vollbeschäftigung und des Facharbeitskräftemangels rücke das Thema Existenzgründung etwas in den Hintergrund. „Wir sollten es aber nicht ganz aus dem Blick verlieren“, appellierte Müssig an die Vertreter der Institutionen sowie der Städte und Gemeinden. Angedacht ist deshalb, ein neues Format für diese Aufgabe zu finden. Hierbei sollen Informationen und Erfahrungsberichte miteinander verbunden werden, um bei jungen Menschen Neugierde für eine Existenzgründung zu wecken. Dieses Projekt wird die Wirtschaftsförderung zusammen mit Partnern in den nächsten Monaten entwickeln.

Informationen zur Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises einschließlich eines Überblicks über zahlreiche Wirtschaftsunternehmen sowie zu den Initiativen „Karriere Daheim“ und „Zukunft Main-Tauber“ gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5708, E-Mail wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de, oder im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/wirtschaft.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

Bildergalerie Baustelle Vollsperrung der Wertheimer Tauberbrücke