Main-Tauber-Kreis : Wohnraumförderung ist wichtiges Thema im Kreis

Mitarbeiterinnen Helga Koch und Esther Hofmann mit Landrat Frank Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

Landrat Reinhard Frank begrüßt das neue Förderprogramm und bezeichnet es als besonders wichtig: „Der Mieterbund geht davon aus, dass in Deutschland derzeit rund eine Million Wohnungen fehlen. Der Wohnungsmangel ist dabei nicht nur in den Metropolen, sondern auch im Ländlichen Raum im Allgemeinen sowie konkret bei uns im Main-Tauber-Kreis ein wichtiges Thema. Das Problem ist täglich spürbar. Deshalb muss insbesondere in Miet- und Sozialwohnungen investiert werden.“

Schwerpunkt der Landeswohnungsbauförderung ist die soziale Mietwohnraumförderung zur Schaffung preiswerten und nachhaltigen Wohnraums. Das Programm sieht eine einheitliche landesweite Mietwohnraumförderung für alle wohnberechtigten Haushalte vor. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Primärenergiebedarf der neuen Immobilie die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt.

Im Rahmen der Mietwohnraumförderung wird ein langfristiges Darlehen mit einem für 10, 15, 25 oder 30 Jahre auf aktuell 0,0 Prozent verbilligten Zinssatz gewährt. Auf Wunsch kann das Darlehen auch teilweise oder vollständig in einen Zuschuss umgewandelt werden.

Im Programmjahr 2018/2019 wird bei den berücksichtigungsfähigen Gesamtkosten zwischen Bau- und Grundstückskosten unterschieden, um den hohen Kosten in einigen Regionen Rechnung zu tragen. Außerdem können auch Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung von neuen Mietwohnungen und die Begründung von Miet- und Belegungsbindungen im Bestand weiterhin gefördert werden. Fortgeführt wird auch die Modernisierung bereits bestehender Mietwohnungen durch energetische Sanierung und Barrieren reduzierende Maßnahmen.

Anträge auf Mietwohnraumförderung im Rahmen des Wohnraumförderungsprogramms 2018 sind auf dem entsprechenden Vordruck über die Wohnraumförderungsstelle bei der L-Bank einzureichen. Die Modernisierungsförderung im Bestand ist direkt bei der L-Bank zu beantragen.

Im Rahmen des Förderprogramms Wohnungsbau BW2018/2019 werden im Bereich der Förderung selbstgenutzten Wohnraums der Bau oder Kauf neuen Wohnraums, der Erwerb von gebrauchten Immobilien sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen an bestehenden Immobilien zur Schaffung neuen Wohnraums über die Basisförderung unterstützt. Für innovatives Bauen, für den Abbau von Barrieren oder für die energetische Sanierung von älteren Gebäuden gibt es eine Zusatzförderung.

Die Basisförderung erfolgt in Form eines 15 Jahre im Zins auf 0,5 Prozent festgeschriebenen Darlehens (Z15-Darlehen), das je nach Haushaltsgröße und Maßnahmenart entsprechend den vorgegebenen Höchstbeträgen maximal 85 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten beträgt.

Beim Erwerb von Bestandsimmobilien können in diesem Programm erwerbsnahe Modernisierungsaufwendungen zur Erhöhung des Gebrauchswertes des Wohnraums sowie in diesem Zusammenhang durchzuführende Instandsetzungsmaßnahmen, ohne die der Modernisierungszweck nicht erreicht werden könnte, zusätzlich in die förderfähigen Kosten einbezogen werden. Reine Instandsetzungsmaßnahmen sind allerdings nicht förderfähig.

Für wachsende Familien gibt es in den ersten sechs Jahren für hinzukommende Kinder eine Ergänzungsförderung, soweit das zum Zeitpunkt der Beantragung dieser Ergänzungsförderung geltende Förderprogramm dies vorsieht.

Neben Familien, die die aktuellen Einkommensgrenzen nicht einhalten, und kinderlosen Paaren können nun auch Alleinstehende ein Familienzuwachsdarlehen mit der Chance auf eine Ergänzungsförderung beantragen. Wie bei kinderlosen Paaren darf die antragstellende Person nicht älter als 45 Jahre alt sein.

Das Angebot für eine Erwerbsförderung von Genossenschaftsanteilen wird ebenfalls fortgeführt.

Voraussetzung für die Beantragung der Fördermittel ist, dass weder mit dem Bau begonnen noch der Kaufvertrag für das neue oder gebrauchte Objekt unterschrieben wurde. Außerdem sind Einkommens- und Belastungsobergrenzen zu beachten und entsprechende Eigenmittel nachzuweisen. Förderanträge sind direkt beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis – Wohnraumförderstelle – einzureichen.

Informationen über die Fördermöglichkeiten im Landeswohnraumförderungsprogramm 2018 erteilen im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Kreisbauamt, Helga Koch und Esther Hofmann, unter den Telefonnummern 09341/82-5740 bzw. 82-5734.

Unabhängig von den Förderangeboten des Landes plant der Bund derzeit die Einführung eines Baukindergeldes für Familien mit Kindern, die sich Wohneigentum schaffen möchten.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

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