Martin Günther – 20.000 Rentner in Brandenburg brauchen Minijobs als Zuverdienst

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Berlin (ots) – Das Thema Altersarmut hat längst auch das Bundesland Brandenburg erreicht. Das geht aus einer Einschätzung des LINKE-Politikers Martin Günther hervor, aus der die in Berlin erscheinende Tageszeitung „neues deutschland“ in ihrer Mittwochausgabe zitiert. Günther, Mitglied im Landesvorstand der Linkspartei in Brandenburg, schreibt: „Minijobben im Ruhestand ist für mehr als 20.000 Rentnerinnen und Rentner auch in Brandenburg Realität. Statt ihren Ruhestand zu genießen, müssen viele im Minijob weiterarbeiten.“ Die Entwicklung sei erschreckend. Allein von 2016 auf 2017 sei die Anzahl der Betroffenen um neun Prozent in Brandenburg gestiegen.

„Wir müssen leider davon ausgehen, dass diese Entwicklung weitergeht. Allein der ausgedehnte Niedriglohnsektor in Brandenburg spricht deutlich dafür“, so Günther. Der LINKE-Politiker fordert: „Das Rentenniveau muss wieder auf mindestens 53 Prozent angehoben werden. Kürzungsfaktoren und die Rente ab 67 müssen hingegen abgeschafft werden.“ In diesem Sinne müsse die Landesregierung weiter Druck auf den Bund ausüben, zugleich aber auch auf Landesebene handeln. So müsse etwa der Vergabe-Mindestlohn im Land auf zunächst mindestens zehn Euro erhöht und möglichst in seinem Wirkungsbereich ausgedehnt werden. Die mittelfristige Zielmarke seiner Partei liege bei „deutlich über zwölf Euro“.

 

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